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	<title>BlogIG - Migrationsblog der InitiativGruppe</title>
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	<description>Interkulturelle Begegnung und Bildung</description>
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		<title>BlogIG - Migrationsblog der InitiativGruppe</title>
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		<title>Land Grabbing Videos Nr. 1 (Sierra Leone) und Nr. 2 (Äthiopien):</title>
		<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/27/land-grabbing-videos-nr-1-sierra-leone-und-nr-2-athiopien/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 14:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land Grabbing]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Leone]]></category>

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		<description><![CDATA[Die LandGrabbingArbeitsGruppe der InitiativGruppe hat sich am Donnerstag einige YouTubes angeschaut und über sie diskutiert - über ihren Inhalt und über ihren möglichen Einsatz bei Veranstaltungen. <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7863&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der LandGrabbingArbeitskreis der InitiativGruppe hat sich am Donnerstag einige YouTubes angeschaut und über sie diskutiert &#8211; über ihren Inhalt und über ihren möglichen Einsatz bei Veranstaltungen.</p>
<p>Hier Nummer 1.</p>
<p><strong>Wie durch das Landraffen eine Zeitbombe entsteht.</strong></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/27/land-grabbing-videos-nr-1-sierra-leone-und-nr-2-athiopien/"><img src="http://img.youtube.com/vi/5kmYCPM1H38/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>In diesen 11 Minuten erfährt jemand, der mit dem Thema noch nicht vertraut ist, anschaulich, worum es geht. Man kann sich hineinfühlen in den Zusammenhang, da menschliche Schicksale im Zentrum stehen.</p>
<p>Eine europäische Firma, <em>ADDAX Bioenergy</em>, handelt Bauern in Sierra Leone ein großes Gebiet fruchtbaren Landes ab &#8211; offensichtlich zu einem sehr niedrigen Preis und mit allerlei Versprechungen, die sich dann nicht realisieren. Es sieht so aus, als ob sich die Bauern &#8211; unerfahren im Verhandeln mit den juristischen Superprofis der Firma &#8211; hätten über den Tisch ziehen lassen. Außerdem scheinen Teile des Vertrags nicht eingehalten zu werden: die 2.000 Arbeitsplätze, die versprochen wurden, erweisen sich als Schimäre.</p>
<p>Das Drama betrifft ca. 14.000 Menschen. Die stehen vor dem Nichts. Wie sollen sie sich jetzt ernähren?</p>
<p>ADDAX hat das Land aufgekauft, um dort Zuckerrohr anzubauen &#8211; Biosprit für den europäischen Markt soll daraus entstehen.</p>
<p>In einem Land, in dem viele hungern, wird Landwirtschaftsfläche für den Export verwendet, von dem die Einheimischen kaum einen Gewinn haben.</p>
<p><span id="more-7863"></span>Wie hoch ist der Nutzen für die Bauern?  Was genau gewinnen sie? &#8211; Diese Frage hätte der Interviewer dem Sprecher der Firma noch stellen sollen. Macht ADDAX eine genaue Berechnung darüber, was die Bauern bei der Sache gewinnen? Es sieht nicht so aus. Der Gewinn wird nur behauptet, er wird nicht sichtbar &#8211; und von dem Film zumindest teilweise widerlegt.</p>
<p>Für 50 Jahre ist das Land verpachtet &#8211; und ADDAX kann damit nun machen, was es will, auch die Leute umsiedeln, das Wasser verschmutzen &#8230; Die Bauern bekommen 1 Franken pro Person und Monat als Pacht. Dazu &#8211; angeblich &#8211; Jobs, ein Krankenhaus und einige andere Infrastruktureinrichtungen. Irgendwann einmal? Auch Reisfelder, aber der Anbau dort scheint nicht zu klappen.</p>
<p>Die vermutlich ca. 3.000 Familien leben von schätzungsweise 1 bis 2 Dollar pro Tag. Wären es nicht peanuts für ADDAX, den Leuten wenigstens so viel Pacht zu zahlen? Oder besser, dafür zu sorgen, dass sie das tatsächlich durch das Projekt verdienen können?</p>
<p>Warum stellt ADDAX nicht sicher, dass sich das Leben der Bauern wirklich bessert? Wäre es nicht auch für das Image der Firma günstiger, wenn sie auf diese Weise unseren europäischen ethischen Ansprüchen näher käme?</p>
<p>Es wäre eigentlich die Aufgabe der Regierung Sierra Leones, ihre Bürger zu schützen und für faire Verträge zu sorgen. Aber die Bürger solcher Länder haben nicht das Privileg einer Regierung, die ihnen und ihren Interessen dient.</p>
<p>Unsere Konzerne nutzen das schamlos aus.</p>
<p>Unklar bleibt auch, ob das Land Sierra Leone selbst irgend einen Gewinn von der Produktion und dem Export des Zuckerrohrs bzw. Biosprits haben wird.</p>
<p>Ein paar Personen in höheren Rängen werden vermutlich per Bestechung gut verdient haben an dem hier geschilderten Landverkauf.</p>
<p>Es hat Gründe, warum der Staat und die Firma die Vorgänge rund um den Vertrag so intransparent wie möglich halten.</p>
<p>Neokolonialismus nennt es die UNO.</p>
<p>Zum Schluss bleibt die Frage: Was sollen jetzt die 14.000 Bauern ohne Land machen? Auswandern? Vielleicht einige ihrer jungen, dynamischen Leute nach Europa schicken, damit sie hier versuchen, etwas Geld zu verdienen, von dem sie einen Teil an ihre Familien in Sierra Leone überweisen können?</p>
<p>Der Film gibt noch eine andere, explosivere Antwort: Da ist eine Zeitbombe im Entstehen.</p>
<p>Auch wir Europäer werden UNSER verantwortungsloses Handeln noch zu spüren bekommen.</p>
<p><strong>Nummer 2</strong></p>
<p><strong>Landraffer in Äthiopien</strong></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/27/land-grabbing-videos-nr-1-sierra-leone-und-nr-2-athiopien/"><img src="http://img.youtube.com/vi/qDbqatxA07A/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Eine gute Ergänzung zum ersten Film. 5 Minuten, vom selben Team gedreht, mit einer &#8211; sinnvollen &#8211; Überschneidung.</p>
<p>Es geht noch schlimmer als in dem Beispiel ADDAX-Sierra Leone. In Äthiopien greift sich der Staat das Gemeindeland, auf dem die Bauern wirtschaften, und verpachtet es an Investoren &#8211; ohne Entschädigung für die Bauern.</p>
<p>Mit Waffen werden die verzweifelten Bauern davon abgehalten, sich dagegen zu wehren.</p>
<p>Außer einigen Angehörigen der äthiopischen Elite nutzt der Landraub nur dem Investor und den dahinter stehenden Spekulanten.</p>
<p>Beteiligt sind auch deutsche Investmentfonds.</p>
<p>Die internationalen Zusammenhänge werden in diesem YouTube noch deutlicher.</p>
<p>Auch, worin die Alternative bestünde: in der Förderung von Kleinbauern. Die brauchen Technik, Marktzugang, Kredite. Die Investoren und Spekulanten müssten gezwungen werden, auch in das Wohlergehen der kleinbäuerlichen Landwirtschaft zu investieren, wenn sie ihre eigenen Investitionen tätigen wollen.</p>
<p>&#8212; &#8212;</p>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/initiativgruppe.wordpress.com/7863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/initiativgruppe.wordpress.com/7863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/initiativgruppe.wordpress.com/7863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/initiativgruppe.wordpress.com/7863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/initiativgruppe.wordpress.com/7863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/initiativgruppe.wordpress.com/7863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/initiativgruppe.wordpress.com/7863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/initiativgruppe.wordpress.com/7863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/initiativgruppe.wordpress.com/7863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/initiativgruppe.wordpress.com/7863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/initiativgruppe.wordpress.com/7863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/initiativgruppe.wordpress.com/7863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/initiativgruppe.wordpress.com/7863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/initiativgruppe.wordpress.com/7863/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7863&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Diese seltsam selbstkritischen Deutschen</title>
		<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/25/diese-seltsam-selbstkritischen-deutschen/</link>
		<comments>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/25/diese-seltsam-selbstkritischen-deutschen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 15:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Multikultur]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Identität]]></category>
		<category><![CDATA[deutscher Nationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[deutscher Patriotismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sollen sich Einwanderer mit uns Deutschen und mit Deutschland identifizieren können, wenn wir uns selber nicht mögen? Wenn man geliebt werden möchte, muss man sich schon auch selber lieben ... Und das tun wir (angeblich) nicht. <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7859&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sollen sich Einwanderer mit uns Deutschen und mit Deutschland identifizieren können, wenn wir uns selber nicht mögen? Wenn man geliebt werden möchte, muss man sich schon auch selber lieben &#8230; Und das tun wir (angeblich) nicht.</p>
<p><strong>Nationalstolz unterentwickelt</strong></p>
<p>Dass wir uns selber nicht sonderlich mögen, scheint eine <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13813483/Warum-sich-die-Deutschen-selbst-nicht-moegen.html" target="_blank">aktuelle Studie von Kölner Psychologen</a> zu zeigen.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">&#8222;Im Vergleich mit anderen Ländern ist die nationale Identität in Deutschland am schwächsten. Das hat nicht nur unsere Studie gezeigt, auch bei anderen Untersuchungen ist Deutschland immer das Schlusslicht&#8220;, sagt Ulrich Schmidt-Denter, Professor für Psychologie an der Universität zu Köln.</span></p></blockquote>
<p>Lassen wir im Moment einmal offen, ob das nun für oder gegen uns spricht. Das Folgende klingt in meinen Ohren nicht schlecht &#8211; ich möchte uns dazu gratulieren! Der Autor des WELT-Artikels (und die Autoren der Studie) meinen allerdings, das sei alles in allem &#8220;<em>eine traurige Haltung&#8220;</em>:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;"><span id="more-7859"></span>Die Deutschen sind fremdenfreundlich und sehr selbstkritisch. In keinem anderen Land finden fremdenfreundliche Statements so viel Zustimmung wie in Deutschland. Europaweit belegt das Land einen unangefochtenen Spitzenplatz. Gleichzeitig mögen sich die Deutschen nicht besonders gerne. Im Falle einer Wiedergeburt würden sie gerne als Spanier, Brite oder Amerikaner auf die Erde kommen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ein 18-jähriger Deutscher sagte zum Beispiel:<em> &#8220;Ich glaube, ich wäre gerne Brite. Mich fasziniert das Nationalgefühl, was die Briten haben, ich find das oft ulkig, aber auch echt interessant.&#8220;</em></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Während unsere Nachbarn in den Fragebögen ganz selbstbewusst ankreuzten <em>&#8222;Ich finde mein eigenes Land sehr sympathisch&#8220;</em>, wie es die Schweizer, Franzosen und Polen taten, so stimmten viele Deutsche der Aussage zu <em>&#8222;Ausländer haben viele positive Eigenschaften, die uns Deutschen fehlen&#8220;.</em></span></p></blockquote>
<p><strong>Fußball-WM</strong></p>
<p>Auch die folgende patriotische &#8222;Wende&#8220; sagt mir zu:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Der Effekt der Weltmeisterschaft ließ sich eindeutig feststellen: <em>&#8222;Das Großereignis hat Deutsche und Ausländer zusammengeführt&#8220;, </em>sagt Schmidt-Denter.<em> &#8220;Es hat auf der einen Seite den Nationalstolz der Deutschen gestärkt und zudem ihre Toleranz und Fremdenfreundlichkeit vergrößert. Viele denken ja, dass das eine das andere ausschließt, aber das Gegenteil war hier der Fall.&#8220;</em></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Patriotismus tue gut, weil es die eigene Identität stärke und Selbstsicherheit vermittle. So könne man auch Fremden gegenüber offener sein.</span></p></blockquote>
<p>Patriotismus ist nicht Nationalismus. Ich kann meinen Vater über alles schätzen &#8211; und werde deshalb nicht die Väter der anderen gering schätzen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color:#000000;">&#8222;Beim Patriotismus steht die Bindung an das &#8222;Eigene&#8220; im Vordergrund und kann mit großer Offenheit gegenüber dem Fremden einhergehen. Beim Nationalismus zählt nur das eigene Land und alles Fremde wird abgewertet. Das ist schlecht.&#8220;</span></em></p></blockquote>
<p>Bei einer Fußballweltmeisterschaft gönnt der Patriot der besseren Mannschaft den Sieg, auch wenn&#8217;s nicht die eigene ist. Der Nationalist hingegen findet es schwer erträglich und neigt dazu, die anderen Mannschaften herabzusetzen.</p>
<p><strong>Patriotismus integriert</strong></p>
<p>Nach innen wirkt der Patriotismus integrierend:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Eine überwältigende Mehrheit von 85 Prozent gab an, mit der deutschen Nationalmannschaft mitgefiebert zu haben. Jugendliche mit und ohne Migrationhintergrund haben das gleichermaßen so erlebt. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ein 17-jähriger Türke sagte im Interview: <em>&#8222;Da waren ja auch manche überrascht, dass die Ausländer auch alle so voll für die Deutschen waren. Ja, bei mir war das auch, dass ich mein deutsches Trikot angezogen hab und mit den Deutschen gefeiert hab.&#8220;</em>  &#8230;</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Anhand der vielen Aussagen konnte Schmidt-Denter eindeutig feststellen, dass Jugendliche mit <span style="color:#000000;">Migrationshintergrund</span> sich nach der WM plötzlich besser mit Deutschland identifizieren konnten. Dies hat einen simplen Grund: </span></p>
<p><em><span style="color:#000000;">&#8222;Wenn die Deutschen gerne deutsch sind und es als etwas Positives empfinden, ist es für Ausländer auch viel leichter, sich mit Deutschland zu identifizieren. Wir sprechen oft davon, dass sich gerade Türken zu wenig integrieren, aber das ist auch nachvollziehbar. Sie kommen aus einem Kulturkreis, wo es selbstverständlich ist, auf sein Land und sein Volk stolz zu sein. Wenn bei den Deutschen Nationalstolz nicht geschätzt wird, dann ist es nicht attraktiv für Ausländer ,deutsch’ sein zu wollen.&#8220;</span></em></p></blockquote>
<p>Trotzdem &#8211; alles in allem mögen sich die Deutschen selber nicht so besonders, sagt die Studie. Aus dem Artikel in der Welt kann ich nicht entnehmen, woraus der Autor das schließt.</p>
<p><strong>Vergangenheitsbewältigung als Ursache?</strong></p>
<p>Dafür gibt er einen Grund an, warum wir uns (angeblich) nicht mögen:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;"><em>&#8222;Die Deutschen meinen, sie müssten immer selbstkritisch sein, um den Rückfall in den Nationalismus zu verhindern. Das liegt auch an der Art, wie in der Schule Geschichte unterrichtet wird&#8220;,</em> sagt Schmidt-Denter.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><em>&#8222;Es wird sehr emotional übers Dritte Reich berichtet. Häufig werden gerade die Schicksale der Juden stark emotionalisiert. Das spricht vor allem Mädchen an.&#8220;</em> Genau das spiegeln auch die Antworten deutscher Mädchen wider. Im Vergleich zu Jungen ist ihr Gefühl von nationaler Identität viel schwächer.<em> &#8220;Die Antipathie gegenüber dem Eigenen wächst und das ist nicht gut. Da verfehlt die Pädagogik ihr Ziel.&#8220;</em></span></p></blockquote>
<p>Ich würde das anders in Worte fassen.</p>
<p>Wir Deutsche haben mit der Geschichte des 3. Reiches schmerzhaft erfahren müssen, dass eine Nation nicht von vorne herein etwas Gutes ist, dass die Identifikation mit der Nation zu weit gehen kann, dass sie unsägliche Verbrechen möglich machen kann &#8211; und am Ende die Gefahr der Selbstzerstörung heraufbeschwört.</p>
<p>Angesichts der deutschen Geschichte naiv das Deutschsein und die deutsche Nation zu feiern &#8211; wäre das nicht abwegig?</p>
<p>Uns bleibt also, historisch bedingt, nur ein etwas selbstkritisches Verhältnis zur eigenen Nation. Das lehrt der Geschichtsunterricht in der Schule, das lehrt die Universität, das lehren die Dokumentationen, Filme und Romane, Analysen, Gedenkreden, Gedenkstätten, historischen Debatten.</p>
<p>Wir haben aus der Geschichte etwas gelernt &#8211; und das zeigt sich darin, dass viele Deutsche bezüglich ihrer nationalen Identität selbstkritischer sind, als das bei Franzosen, Engländern, Amerikanern, Polen, Dänen oder Türken üblich ist.</p>
<p>Schmidt-Denter scheint das schlecht zu finden:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Die zwölf Jahre, die das Dritte Reich gedauert habe, werden im Unterricht immer wieder durchgekaut, sagt Schmidt-Denter. Und dabei komme die Nachkriegszeit viel zu kurz. Doch da gäbe es auch viel Positives über Deutschland zu berichten.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ihn wundert es nicht, dass viele junge Migranten ein eher negatives Bild von Deutschland hätten, wenn es ihnen im Unterricht so vermittelt werde.<em> &#8220;Ihr heutiges Bild von Deutschland wird durch die starke Fokussierung auf Judenhass und den Zweiten Weltkrieg negativ emotionalisiert. Erwachsene Migranten, die hier nicht in die Schule gegangen sind, haben einen viel positiveren Blick auf Deutschland.&#8220;</em></span></p></blockquote>
<p><strong>Wir sind international beliebt</strong></p>
<p>Noch Anfang 2011 stellt das <a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/03/12/deutschland-bleibt-das-beliebteste-land-der-welt/" target="_blank">BBC-Ranking der beliebtesten Nationen </a>fest: Deutschland bleibt (wie 2009) auf Platz 1 &#8211; Deutschland ist die Nation mit dem größten Ansehen in der Welt.</p>
<p>WENN wir das sind (oder waren), dann vermutlich AUCH infolge einer gewissen nationalen Bescheidenheit und Zurückhaltung; wegen unserer Fähigkeit zur historischen und kulturellen Selbstkritik.</p>
<p>Ob sich da nicht in letzter Zeit etwas verändert hat? Drei Ereignisse könnten die Stimmung gegen uns verstärkt haben: der Verfassungsschutz-Skandal um die NSU-Morde, der das Vertrauen grade der Migranten in den deutschen Rechtsstaat schwer erschüttert hat, das Jahr der Sarrazin-Hetze gegen Ausländer und gegen den Islam, schließlich die von unseren südlichen Nachbarn als ebenso arrogant wie destruktiv erlebte Europa-Politik der Bundesregierung, einschließlich Griechenschelte et cetera.</p>
<p>In einer Hinsicht widerspricht die BBC-Studie der Kölner. BBC sagt, wir Deutsche würden uns selber überaus positiv sehen: 82 Prozent der Deutschen finden Deutschlands Einfluss in der Welt positiv, 4 Prozent negativ, 14 Prozent weder noch.</p>
<p>Die Kölner Studie, so resümiere ich, unter dem Mangel, ein selbstkritisches Selbstverhältnis als etwas Negatives zu sehen, nicht aber als Zeichen der Stärke und als Grund für andere und uns selbst, uns sympathisch zu finden.</p>
<p><strong>Türkisch-Stämmige haben mit der deutschen Selbstkritik ein Problem &#8230;</strong></p>
<p>Dass sie sich damit schwer tun, lässt sich immer wieder beobachten. Entweder werden sie das Faktum unserer Selbstkritik mit dem Hinweis auf Sarrazins Popularität, mit dem Hinweis auf die massive Ausländerfeindlichkeit kontern &#8211; und leugnen. Andererseits fühlen sie sich bedroht oder wenigstens genervt, wenn Deutsche von ihnen bezüglich der türkischen Nation eine ähnlich selbstkritische Haltung einfordern &#8211; etwa, wenn es um Kurden oder um den Genozid an den Armeniern geht, oder um die Einschätzung der Regierung Erdogan.</p>
<p>Viele türkisch-stämmige Einwanderer finden es ganz selbstverständlich, dass man &#8222;die Ehre seiner Nation&#8220; ungbedingt verteidigen müsse. In Deutschland neigen allenfalls sehr weit rechts stehende Personen &#8211; die zugleich auch in der Regel auch Türkenfeinde sind &#8211; zu einer solchen nationalistischen Grundhaltung.</p>
<p><strong>Das ergibt eine seltsame Konstellation:</strong></p>
<p>(1) Grade selbstkritische Deutsche verteidigen auch konservative Migranten und Muslime im Namen des Minderheitenschutzes, im Namen des Pluralismus, im Namen der Integration &#8211; also gerade diejenigen unter den Deutschen tun dies, die selber am weitesten davon entfernt sind, kulturelle Verengungen (Nationalstolz, Verteidigung &#8222;nationaler Ehre&#8220;, Heiligkeit der Familie, religiösen Konservatismus) gut zu finden.</p>
<p>(2) Grade diejenigen Deutschen, denen dieses Selbstkritische fehlt und die selber den Nationalstolz, die nationale Ehre, die Heiligkeit der Familie und den Wertekonservatismus hoch halten, greifen Migranten und im besonderen Muslime dafür an, dass sie das auch tun.</p>
<p>Es gibt hier natürlich noch eine dritte Gruppe, die sich nicht zu (2), sondern eher zu (1) zählt und den Konservatismus und Nationalismus vieler Migranten zum Anlass rabiater Abgrenzung nimmt  &#8211; und damit, aus meiner Sicht, die eigenen Grundprinzipien dadurch in Frage stellt, dass sie sie auf Kosten anderer Grundprinzipien fundamentalisiert.</p>
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		<title>Land Grabbing News (8): Hoeneß, Aigner, Soros; Kambodscha, Argentinien, Ecuador</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 23:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land Grabbing]]></category>
		<category><![CDATA[Aigner]]></category>
		<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
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		<category><![CDATA[George Soros]]></category>
		<category><![CDATA[Kambodscha]]></category>
		<category><![CDATA[Uli Hoeneß]]></category>

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		<description><![CDATA[Uli Hoeneß contra Land Grabbing
Videobeispiele im IG-Arbeitskreis
Agrarindustrie-Ministerin Aigner schlecht gelaunt
Kambodscha
Argentinien
Ecuador
George Soros contra Land Grabbing<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7827&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li>Uli Hoeneß contra Land Grabbing</li>
<li>Videobeispiele im IG-Arbeitskreis</li>
<li>Agrarindustrie-Ministerin Aigner schlecht gelaunt</li>
<li>Kambodscha</li>
<li>Argentinien</li>
<li>Ecuador</li>
<li>George Soros contra Land Grabbing</li>
</ol>
<p><strong><span id="more-7827"></span>1</strong></p>
<p><strong>Uli Hoeneß contra Land Grabbing</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">&#8222;Wenn ich einen &#8216;Call&#8217; kaufe, also darauf wette, dass der Reispreis steigt, und dann steigt der Reispreis, ohne dass es Ernteausfälle gibt, nur wegen der Spekulation &#8211; ja, was passiert denn dann? Dann kann sich der Mann in Bangladesch seinen Reis nicht mehr leisten, und am Ende sterben deshalb womöglich seine Kinder. Das ist eine Perversion.&#8220;</span></p></blockquote>
<p>Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern, in einem Interview der SZ vom 5./6.1.2012</p>
<p><strong>2</strong></p>
<p><strong>Videobeispiele zum Thema „Landgrabbing“</strong></p>
<p>Donnerstag, 26.1.2012, 18.00 Uhr, IG-Karlstr. 50, Saal EG</p>
<p>Wir zeigen <strong>Filmdokumentationen</strong> aus Honduras, Sierra Leone, Sudan, Eritrea, Kambodscha, Bangladesch und zeigen das Geschäft der Spekulanten und Nahrungsmittelkonzerne.</p>
<p>Dazu gibt es Analysen und Stellungnahmen von Experten. Die bewegenden und erschütternden Filmbeispiele sind you tube entnommen. Die Sendungen waren schon mal im Fernsehen zu sehen: bei DW TV, 3 SAT, ORF 2, ARTE, SWR 2, ARD – bei Spiegel TV, bei Report und in den Tagesthemen. Organisationen wie „Misereor“, „Grain“ oder „Swissaid“ berichten von ihrer Arbeit. Ein Zusammenschnitt, der uns in relativ kurzer Zeit einen umfassenden Einblick in das Thema „Landraub“ vermittelt.</p>
<p>Anlässlich der 40-Jahr-Feier der IG im Oktober hat sich ein <strong>Arbeitskreis</strong> gebildet, der sich mit dem drängenden Weltthema „Landraub“ beschäftigt. An ihm nehmen Mitglieder der IG, der interkulturellen Stiftung Kolibri und der Stiftung Solidarische Welt teil.</p>
<p>Wir informieren uns beim nächsten Treffen über konkrete Land-Enteignungen und -Zerstörungen in verschiedenen Ländern der Erde und deren verheerende ökonomische und ökologische Auswirkungen (z.B. Migration: viele Migranten/-innen in der IG sind auch Flüchtlinge, weil ihre ökologischen Ressourcen vernichtet wurden) auf die dort und hier lebenden Menschen.</p>
<p>Der AK sucht engagierte Mitglieder, denen das Thema ebenfalls sehr wichtig ist und die deshalb mitarbeiten wollen (Telefon: 089 &#8211; 544 671 &#8211; 58, Manfred).</p>
<p><strong>3</strong></p>
<p><strong>Agrarindustrie-Ministerin Aigner zeigt schlechte Laune</strong></p>
<p>Astrid Goltz und Christoph Bautz berichten,</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">so etwas haben wir noch nicht erlebt: Die Übergabe unseres Appells für eine andere EU-Agrarpolitik an Landwirtschaftsminister Aigner glich vorgestern einem Katz-und-Maus-Spiel. Mit 80.000 Unterschriften &#8211; darunter auch Ihrer &#8211; hatten wir uns in Berlin zur Landwirtschaftsmesse &#8222;Grüne Woche&#8220; aufgemacht. Doch die Ministerin versetzte uns zum vereinbarten Zeitpunkt und zog es vor, ein Stück entfernt vor dutzenden Journalist/innen auf einem Traktor zu posieren.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Schnell umringten wir den Traktor mit &#8222;Bauernhöfe statt Agrarfabriken&#8220;-Schildern. Aigner sah sich genötigt abzusteigen. &#8222;Wissen Sie eigentlich, wieviel ich schon mache? Ich geh jetzt zu den Kälbchen!&#8220; blaffte sie uns an. Doch so ließen wir uns nicht abspeisen. Gegenüber Aigners Pressereferentinnen bestanden wir auf unserem Termin &#8211; und diesen schien das Ganze immer peinlicher zu werden. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Am Ende zahlte sich unsere Hartnäckigkeit aus: Wir bekamen doch noch die Gelegenheit der sichtlich dünnhäutigen Ministerin unseren Appell zu erläutern. Gemeinsam forderten wir die Ministerin auf, in Brüssel die Reformvorschläge von Agrarkommissar Ciolos für eine ökologischer und gerechtere Agrarpolitik nicht länger zu blockieren. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Wie kraftvoll die Bewegung für eine bäuerliche Landwirtschaft mittlerweile ist, bekam Aigner dann mit der gestrigen Großdemonstration in Berlin unter dem Motto &#8222;Wir haben es satt!&#8220; zu spüren. Trotz Schneeregens gingen 23.000 Menschen auf die Straße &#8211; und es herrschte eine beeindruckende Aufbruchstimmung. Was für ein starkes Signal an die Regierung, statt Symbolpolitik endlich für eine grundlegende Wende in der Agrarpolitik zu sorgen. </span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="https://www.campact.de/campact/spenden/support3" target="_blank">Sehen Sie sich das Aktionsvideo von der Demo an!</a> Im ersten Teil die Übergabe der Unterschriften &#8230; und die Reaktion der Ministerin. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Die Übergabe-Aktion zeigt, dass <a href="http://www.campact.de/campact/home" target="_blank"><span style="color:#000000;">Campact</span></a> mittlerweile so groß geworden ist, dass Politiker/innen unsere Kampagnen nicht einfach ignorieren können. Gleichzeitig gelingt es uns als Teil breiter gesellschaftlicher Bündnisse viele Menschen für große Demonstrationen zu mobilisieren. Dass wir soweit gekommen sind, haben wir den mittlerweile über 9.000 Campact-Förderer/innen zu verdanken, die uns mit einem regelmäßigen Beitrag unterstützen. Denn nur so können wir schnell kraftvolle Kampagnen starten, ohne uns zuerst langwierig um die Finanzierung kümmern zu müssen. Können auch Sie uns unterstützen?</span></p></blockquote>
<p><strong>4</strong></p>
<p><strong>Kambodscha</strong></p>
<p>führt vor, wie von den aggressiven Firmen selbst angeheuerte Truppen den Landraub militärisch absichern.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Rund 200 Menschen wollten am 18. Januar ihre Kassava-Anbaufläche vor den anrückenden Bulldozern der TTY schützen, die selbige dem Erdboden gleichmachen wollten. Ohne Vorwarnung eröffneten Sicherheitskräfte der Firma mit Kalaschnikows der Baureihe AK-47 das Feuer auf die Menge und verletzten dabei mindestens vier Personen, eine davon schwer.</span></p></blockquote>
<p><a href="http://cambodia-news.net/" target="_blank">Cambodia News</a> fasst den Stand der Verhältnisse zusammen:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Gewaltsam ausgetragene Landdispute sind in den letzten Jahren immer häufiger geworden – <em>land-grabbing</em> und Zwangsvertreibungen gelten als die größten gesellschaftlichen Konflikte Kambodschas. Allein auf Basis kambodschanischer Regierungsangaben lässt sich ermitteln, dass bereits mehr als die Hälfte der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche Kambodschas (54,9%, Stand Oktober 2011) als agroindustrielle Landkonzessionen ausgewiesen sind – die Dunkelziffer dürfte hingegen noch höher liegen. Snuol, Borei Keila oder auch Boeung Kak zeigen, dass sich der sorglose Umgang mit Landbesitzrechten zu echten Zeitbomben mit erheblicher Sprengkraft entwickelt – weitere Eskalationsformen sind leider nicht unwahrscheinlich.</span></p></blockquote>
<p><strong>5</strong></p>
<p><strong>Argentinien</strong></p>
<p>zeigt, dass Regierung und Parlament etwas tun können gegen das Land Grabbing.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Abgeordnetenhaus und Senat in Argentinien haben kürzlich einer Gesetzesvorlage des Agrarministers zugestimmt, die Landnahme durch ausländische Investoren stark zu beschränken.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Das neue Gesetz in Argentinien regelt nun, dass maximal 15 Prozent des Landes in ausländischer Hand sein kann (momentan sind es bereits ca. 10 %). Nicht mehr als 30 Prozent dieses Anteils darf in den Besitz von Personen oder Institutionen einer bestimmten Nationalität übergehen. Ausländische Landeigner können fortan nicht mehr als 1.000 Hektar Land besitzen (abweichende Regelungen können die zuständigen Agrarbehörden erlassen). Grund und Boden kann überhaupt nicht in ausländischen Besitz übergehen, wenn er Wasserreserven beherbergt, berichtet die argentinische Nachrichtenagentur Télam (Quelle: amerika21.de).</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Dies geschieht mit einer beispielhaften juristischen Argumentation: &#8220; Um die von Argentinien unterzeichneten internationalen Investitionsschutzabkommen nicht zu verletzen, wird der Erwerb von Land zukünftig nicht mehr als Investition registriert, sondern als Kauf einer »nicht erneuerbaren Ressource« definiert&#8220; schreibt die AG Friedensforschung auf ihrer Website. Dort wird allerdings auch über Versuche berichtet, die Bestrebungen der Zentralregierung durch Berufung auf regionale Kompetenzen zu behindern.</span></p></blockquote>
<p>Mehr dazu <a href="http://agfriedensforschung.de/regionen/Argentinien/land.html" target="_blank">&gt;&gt;&gt; hier</a>!</p>
<p><strong>6</strong></p>
<p><strong>Ecuador</strong></p>
<p>ist ein weiteres Beispiel für vernünftige Politik. Ein Artikel des <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/cifamerica/2012/jan/19/ecuador-radical-exciting-place" target="_blank">Guardian</a> gibt einen Überblick. Ein Absatz fügt unserem Thema eine Nuance hinzu:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">One exciting recent initiative is the Yasuní-ITT biosphere reserve, perhaps the world&#8217;s first attempt to avoid greenhouse emissions by leaving oil underground. This not only protects the extraordinary biodiversity of the area but also the habitats of its indigenous peoples. The scheme proposes to use ecotourism to make human activity compatible with nature.</span></p></blockquote>
<p><strong>7</strong></p>
<p><strong>Goerge Soros gegen Land Grabbing</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">„Mit ihren Wetten auf die Zukunft treiben die spekulanten die Preise. Das ist so, als ob man in einer Hungerkrise heimlich Lebensmittel hortet, um mit den steigenden Preisen Profite zu machen.“</span></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/initiativgruppe.wordpress.com/7827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/initiativgruppe.wordpress.com/7827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/initiativgruppe.wordpress.com/7827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/initiativgruppe.wordpress.com/7827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/initiativgruppe.wordpress.com/7827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/initiativgruppe.wordpress.com/7827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/initiativgruppe.wordpress.com/7827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/initiativgruppe.wordpress.com/7827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/initiativgruppe.wordpress.com/7827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/initiativgruppe.wordpress.com/7827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/initiativgruppe.wordpress.com/7827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/initiativgruppe.wordpress.com/7827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/initiativgruppe.wordpress.com/7827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/initiativgruppe.wordpress.com/7827/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7827&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>MigrationsNews 2012: 3. Woche: u. a. über einen Uhl-Hammer, Hartz IV bei Ausländern und Östdeutschen, die Islamisierung, eine türkische Wirtschaftskrise, PKK contra Graue Wölfe, den Begriff der Ehre</title>
		<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/22/migrationsnews-2012-3-woche-u-a-uber-einen-uhl-hammer-hartz-iv-bei-auslandern-und-ostdeutschen-die-islamisierung-eine-turkische-wirtschaftskrise-pkk-contra-graue-wolfe-den-begriff-der-ehre/</link>
		<comments>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/22/migrationsnews-2012-3-woche-u-a-uber-einen-uhl-hammer-hartz-iv-bei-auslandern-und-ostdeutschen-die-islamisierung-eine-turkische-wirtschaftskrise-pkk-contra-graue-wolfe-den-begriff-der-ehre/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 18:48:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Islamgefahr-Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspopulismus]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Verbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[Graue Wölfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Peter Uhl]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[PKK]]></category>

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		<description><![CDATA[Zitat der Woche: Zugeschlagen hat MdB Uhl
Hartz IV: bei Ausländern so häufig wie bei Ostdeutschen
Niederlande: Islamisierung findet nicht statt
Quizz: Woher kommen die meisten Zuwanderer?
Droht der Türkei eine Wirtschaftskrise?
PKK und Graue Wölfe im Clinch
Der Begriff der Ehre ist innen hohl<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7849&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgewählte Migrations-Nachrichten der <em>dritten</em> Kalenderwoche des Jahres 2012.</p>
<ol>
<li>Zitat der Woche: Zugeschlagen hat MdB Uhl</li>
<li>Hartz IV: bei Ausländern so häufig wie bei Ostdeutschen</li>
<li>Niederlande: Islamisierung findet nicht statt</li>
<li>Quizz: Woher kommen die meisten Zuwanderer?</li>
<li>Droht der Türkei eine Wirtschaftskrise?</li>
<li>PKK und Graue Wölfe im Clinch</li>
<li>Der Begriff der Ehre ist innen hohl</li>
</ol>
<p><strong><span id="more-7849"></span>1</strong></p>
<p><strong>Das Zitat der Woche</strong></p>
<p>kommt von Hans-Peter Uhl, MdB CSU, München:</p>
<p>Uhl bei einer Podiumsdiskussion; es geht um die Mordserie der NSU. Uhl verweist auf die Bedeutung der Ausländerpolitik in diesem Zusammenhang:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">„<strong>Eine gute und vernünftige Einwanderungspolitik muss zum Ziel haben, dass keine Kampfgruppen am rechten Rand entstehen</strong>“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion einer Meldung KNA zufolge. Der soziale Frieden dürfe nicht gefährdet werden, habe Uhl gewarnt. Es nütze nichts, wenn man die ganze Welt umarme, dabei aber die eigenen Bürger aus den Augen verliere.</span></p></blockquote>
<p>(Quelle: MiGAZIN)</p>
<p>Uhl macht also die Rechtsextremisten zum Maßstab der Einwanderungspolitik. Die werden es ihm danken.</p>
<p><strong>2</strong></p>
<p><strong>HartzIV-Quote bei Migranten und in Ostdeutschland</strong></p>
<p><a href="http://www.bild.de/geld/wirtschaft/arbeitslosenzahlen/hartz-iv-hohe-qouten-bei-auslaendern-22083758.bild.html" target="_blank">BILD</a> u. a. ethnisieren die Hartz-IV-Quote gern.</p>
<p>Unter &#8222;Deutschen&#8220; liege sie bei 6,9 Prozent, unter Ausländern bei 17,6 Prozent, und noch höher bei Türken, Irakern, Afghanen &#8230;</p>
<p>Das <a href="http://www.migazin.de/2012/01/17/auslander-hetze-mit-halbwahrheiten-und-hinkenden-vergleichen/" target="_blank">MiGAZIN</a> hält dagegen:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Keine Erwähnung findet, dass die Hartz-IV-Quote in Ostdeutschland mit 17 Prozent nur unwesentlich unter dem Schnitt der Ausländer liegt. Nicht erwähnenswert findet das Boulevardblatt auch, dass im Flächenland Sachsen-Anhalt – das Land mit dem geringsten Ausländeranteil – diese Quote mit 18,4 Prozent sogar über dem der Ausländer liegt.</span></p></blockquote>
<p>Halten wir fest: Die Hartz-IV-Quote ist eine soziale und keine primär ethnische.</p>
<p>Es kommt hinzu, dass viele Ausländer einen ungesicherten Aufenthaltsstatus haben; dass sie keine Berufsausbildung in Deutschland genossen haben; dass sie die deutsche Sprache nicht wie Einheimische sprechen können; u. a..</p>
<p>(Unter Ukrainern liegt die Hartz-IV-Quote bei 28, unter Russen und Vietnamesen bei 27, unter Türken bei 24 Prozent. Den Spitzenwert halten die Iraker mit 64 Prozent.)</p>
<p><strong>3</strong></p>
<p><strong>Dass die Niederlande &#8211; nicht &#8211; islamisiert werden<br />
</strong></p>
<p>aus den Niederlanden. Es stammt aus dem Buch  „Waarom is de burger boos?“ des Historikers Maarten van Rossem und geht ein auf die &#8222;Islamkritik&#8220; und die diffusen Ängste vor einer &#8222;Islamisierung&#8220; der Niederlande:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">„Wie soll diese Minderheit, sozialökonomisch schwach und außerdem diskriminiert, der dominanten Kultur der übergroßen Mehrheit erfolgreich zu Leibe rücken können? Hier wird die jüngste Geschichte wirklich auf den Kopf gestellt: Es ist nicht der Islam, der die westliche Kultur bedroht, es ist die westliche Kultur, die dem Gefühl vieler Moslems zufolge den Islam bedroht, was man ansonsten auch von diesem Islam denken möge.“ </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Kurzum: Das „paranoide Bild der unterstellten Islamisierung befindet sich […] jenseits der Grenzen der Redlichkeit.“</span></p></blockquote>
<p>Das Zitat entnehme ich einem <a href="http://www.migazin.de/2012/01/10/islamophobie-angst-fressen-sinne-auf/" target="_blank">Artikel des MiGAZINs</a> von André Krause. Dort finden sich auch noch folgende Zahlen:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;"> In den Niederlanden steigt der Anteil der muslimischen Bevölkerung in den nächsten zwei Jahrzehnten von 5,5% (2010) auf gerade einmal 7,8% (2030). </span></p>
<p><span style="color:#000000;">In Deutschland ist das Bild ähnlich: 5,0% (2010), 7,1% (2030). </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ist das der „Tsunami der Islamisierung“? &#8230;  Das Abendland geht nicht unter. Es wird bloß ein bisschen bunter. So what?</span></p></blockquote>
<p><strong>4</strong></p>
<p><strong>Kleines Quiz:</strong></p>
<p>Aus welchen Ländern kamen 2011 die meisten Zuwanderer? Versuchen Sie, eine Reihenfolge zu entwickeln!</p>
<ul>
<li>Italien</li>
<li>Griechenland</li>
<li>Spanien</li>
<li>Bulgarien</li>
<li>Ungarn</li>
<li>Polen</li>
<li>Türkei</li>
<li>USA</li>
</ul>
<p>Wie sieht die Reihenfolge 2011 beim Wachstum der Zuwanderung aus?</p>
<p>(Anmerkung: Die arabischen Länder kommen auf der Liste nicht vor &#8211; deren Zuwanderungszahlen sind zu gering.)</p>
<p><strong>5</strong></p>
<p><strong>D</strong><strong>roht</strong><strong> der Türkei  eine Wirtschaftskrise?</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">In ihrer neuen Wirtschaftsprognose warnt die Weltbank vor den Konsequenzen einer stagnierenden Weltwirtschaft. Am härtesten würde es nämlich Länder wie die Türkei treffen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Während die Weltbank das Bruttoinlandsprodukt der Türkei für 2012 im Juni 2011 noch auf 5,1 Prozent geschätzt hatte, korrigierte sie die Zahl nun runter auf 2,9 Prozent. Die Prognosen für das Bruttoinlandsprojekt für das Jahr 2013 korrigierte sie von 5,3 Prozent auf 4,2 Prozent.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">„Die Risiken sind besonders akut in Ländern wie der Türkei mit einem hohen Leistungsbilanzdefizit, einer hoher Schuldenquote und niedrigen Währungsreserven“, sagte die Weltbank. Das alles setze die türkische Lira unter Druck. „Tatsächlich wird das Leistungsbilanzdefizit der Türkei für 2011 sechs Mal höher geschätzt als die Netto-Auslandsdirektinvestitionen (FID) für 2011. Außerdem betragen die kurzfristigen Schulden 80 Prozent der Reserven“, sagte die Weltbank &#8230; &#8230; </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ausgehend von der Annahme, dass das Leistungsbilanzdefizit weiterhin 9,8 Prozent des Inlandsprodukts ausmacht, hat die Türkei einen externen Finanzierungsbedarf von 19 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Länder, die in diesem Ausmaß abhängig sind, treffen schwierigere Kreditvergaben umso härter, sagte die Weltbank.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Eine weitere wirtschaftliche Rezession, wie die im Jahr 2008, könnte die Türkei hart treffen. Die Türkei ist durch produzierende Gewerbe stark abhängig von Exporten, die im Falle einer Krise einbrechen würden. Auch sei die Inflation in der Türkei „bedenklich“, so die Weltbank.</span></p></blockquote>
<p>(Quelle: <a href="http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/01/336213/weltbank-tuerkei-ist-akut-gefaehrdet/" target="_blank">Deutsch-türkische Nachrichten</a>)</p>
<p>Auch 2,9 Prozent Wachstum für 2012 wären ein gutes Ergebnis, verglichen mit dem europäischen, und schon gar 4,2 Prozent Wachstum für 2013.</p>
<p>Leistungsbilanzdefizit, hohe Schuldenquote und Inflation, das sind Schwächen. Es hätte mich interessiert, was die Weltbank zu den Stärken der türkischen Wirtschaft zu sagen hat; denn der bisherige Erfolg und auch die Wachstumsvorhersagen für 2012 und 2013 verweisen vor allem auf Stärken.</p>
<p><strong>6</strong></p>
<p><strong>PKK und Graue Wölfe im Clinch</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Der Berliner Verfassungsschutz hat vor einem sich zuspitzenden Konflikt zwischen Kurden und Türken in Berlin gewarnt. „Wir müssen damit rechnen, dass wir eine neue Eskalationsstufe erreicht haben“, sagte Nachrichtendienst-Chefin Claudia Schmid im Ausschuss für Verfassungsschutz des Abgeordnetenhauses. &#8222;Die Emotionen sind sehr hoch auf beiden Seiten.&#8220; </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Zuletzt habe es besorgniserregende Ereignisse gegeben, sagte Schmid. Anfang Januar hatten Unbekannte etwa einen Brandanschlag auf das Vereinslokal nationalistischer Türken im Wedding verübt. Auch habe es jüngst wiederholt Schlägereien zwischen kurdischen und türkisch-nationalen Jugendlichen gegeben. Ähnliche Entwicklungen seien auch in anderen Bundesländern zu beobachten, sagte Schmid.</span></p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.welt.de/regionales/berlin/article13821790/Kurdisch-tuerkischer-Konflikt-koennte-eskalieren.html" target="_blank">Die Welt</a></p>
<p>Die <a href="http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/01/336878/behoerden-warnen-vor-neuer-pkk-gefahr-in-deutschland/" target="_blank">Türkisch-Deutschen Nachrichten</a> haben einen ziemlich einseitig anti-PKK-orientierten Artikel darüber und verschanzt sich hinter Äußerungen ungenannter deutscher Behörden, die vor allem die Linke attackieren; diese unterstütze die Terroraktionen der PKK.</p>
<p>Besonders &#8222;eindrucksvoll&#8220; ist die Herstellung dieses Zusammenhangs:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Die Behörden werfen der Linken vor, die PKK aus wahltaktischen Überlegungen zu unterstützen. Die Föderation kurdischer Vereine in Deutschland, die Yek-Kom e. V., habe sich daher in NRW mit einem Wahlaufruf mit dem Slogan „Wählt Die Linke!“ revanchiert. Mit Hilfe der kurdischen Wähler hätten daraufhin die beiden Abgeordneten Ali Atalan und Hamide Akbayır den Sprung in den Düsseldorfer Landtag geschafft. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ironie am Rande: Nur durch die Duldung durch Die Linke ist in NRW eine rot-grüne Minderheitsregierung an die Macht gekommen. Indirekt verdankt die Regierung im größten deutschen Bundesland ihre Macht also der Unterstützung der PKK – nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes einer ausländischen terroristischen Vereinigung.</span></p></blockquote>
<p>Machen die paar kurdischen Wähler mit deutscher Staatsbürgerschaft das Kraut der Linken so fett?</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Allerdings gehen die Behörden auch davon aus, dass nur eine kleine Minderheit der in Deutschland lebenden Kurden die PKK unterstützt. Die Wahlerfolge in den alten Bundesländern erklären die Beamten mit einer geschickten Verschleierungstaktik durch Die Linke. So sei es für den durchschnittlichen kurdischen Wähler gar nicht erkennbar, welche Interessen Die Linke und ihre kurdischen Abgeordneten vertreten. Auch in Hamburg sei dieses Konzept voll aufgegangen.</span></p></blockquote>
<p>Aha.</p>
<p>Eins kann man da mal festhalten: Der Autor dieses Artikels ist keiner, der sich mal in das Hirn eines neutralen Beobachters hineinversetzt, um zu prüfen, wie seine Argumentation auf jemanden wirken könnte, der in dieser Sache  nicht parteilich ist.</p>
<p><strong>7</strong></p>
<p><strong>Der Begriff der Ehre ist innen hohl</strong></p>
<p>Kazim Erdogan ist Psychologe in Berlin-Neukölln und hat eng mit Kirsten Heisig zusammengearbeitet. Er leitet eine türkische Männergruppe.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Der Begriff Ehre wird von vielen muslimischen Männern nicht hinterfragt. In meiner Vätergruppe thematisieren wir das sehr häufig, dieser Begriff ist nahezu lebensbestimmend für die Männer. Doch er ist innen hohl und nicht mit Inhalten gefüllt. Die Männer haben das häufig eher auswendig gelernt: Du bist ein Mann, deine Ehre ist das Wertvollste in deinem Leben! Die Gefahr, dass man im Affekt dann eine Straftat begeht, die man hinterher kaum erklären kann, ist sehr groß. Ich habe mit vielen Tätern gesprochen. 90 Prozent zeigen eine große Reue.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ein Großteil der Menschen, die ein Messer in die Hand nehmen &#8211; ich würde mal schätzen, 80 Prozent -, macht das, weil sie in ihrer Familie etwas Ähnliches erlebt haben. Wer Gewalt in der Familie erlebt hat, zieht später mit ziemlicher Sicherheit eher in Erwägung, wieder Gewalt als Mittel der Lösung einzusetzen. Den jungen Männern fehlen häufig ihre Väter als Vorbilder, die in der muslimischen Tradition eher wenig an der Erziehung ihrer Kinder beteiligt sind. Deshalb ist es so wichtig, mit den Vätern zu sprechen.</span></p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13820602/Der-Begriff-Ehre-ist-innen-hohl.html" target="_blank">Die WELT</a></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Auflösung des Quiz:</strong></p>
<p>So viele kamen im ersten Halbjahr 2011 nach Deutschland:</p>
<ol>
<li>Polen (78.000)</li>
<li>Rumänien (47.000)</li>
<li>Bulgarien (24.000)</li>
<li>Ungarn (17.000)</li>
<li>Italien (14.000)</li>
<li>Türkei (13.000)</li>
<li>USA (9.000)</li>
<li>Griechenland (9.000)</li>
</ol>
<p>Bezüglich der Zunahme 2011 (erstes Halbjahr) gegenüber 2010 liegt Griechenland an der Spitze mit 84 Prozent, gefolgt von Spanien mit 49 Prozent. Die anderen liegen um die 30 Prozent, die USA bei 14 Prozent, Türkei hingegen bei nur 1 Prozent.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13814398/Einwohnerzahl-waechst-auch-ohne-Babyboom.html" target="_blank">Die Welt</a></p>
<p>Von diesen Zahlen abzuziehen wären dann diejenigen, die abwandern.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/initiativgruppe.wordpress.com/7849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/initiativgruppe.wordpress.com/7849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/initiativgruppe.wordpress.com/7849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/initiativgruppe.wordpress.com/7849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/initiativgruppe.wordpress.com/7849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/initiativgruppe.wordpress.com/7849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/initiativgruppe.wordpress.com/7849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/initiativgruppe.wordpress.com/7849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/initiativgruppe.wordpress.com/7849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/initiativgruppe.wordpress.com/7849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/initiativgruppe.wordpress.com/7849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/initiativgruppe.wordpress.com/7849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/initiativgruppe.wordpress.com/7849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/initiativgruppe.wordpress.com/7849/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7849&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">InitiativGruppe</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Ägypten: Theokratie oder Militärdiktatur, das ist die Frage</title>
		<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/21/agypten-theokratie-oder-militardiktatur-das-ist-die-frage/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 14:37:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Muslimbrüder]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://initiativgruppe.wordpress.com/?p=7838</guid>
		<description><![CDATA[1: Das Wahlergebnis
2. Rückblick. Pessimismus bestätigt. 
3. Gefahr und Hoffnung. <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7838&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1</strong></p>
<p>Das <strong>Wahlergebnis</strong> in Ägypten liegt vor:</p>
<ul>
<li>Muslimbrüder 45,7 Prozent</li>
<li>Salafisten (Partei des Lichts) 24,6 Prozent</li>
<li>Liberale (Wafd) 8,4 Prozent</li>
<li>Ägyptische Allianz (liberal) 6,6 Prozent</li>
<li>Revolutionsjugend &#8211; ? &#8211; jedenfalls marginal</li>
</ul>
<p>Die politische Zukunft wird also in ein Tauziehen zwischen stark religiösen Kräften, die sich auf das Volk berufen und auf das Volk stützen können, und dem autokratischen Militär münden, das seine illegitime Macht keineswegs aufzugeben bereit ist.</p>
<p>Als Demokrat stehe ich hier auf der Seite der Bürger. Sie haben gewählt. Ihr Wille geht vor.</p>
<p><span id="more-7838"></span></p>
<p>Als nächstes werden die Abgeordneten der Zweiten Kammer (der Schura-Rat) gewählt, unter Mitwirkung des Parlaments eine neue Verfassung formuliert und dem Volk zum Referendum vorgelegt. Im Juni wird der Präsident gewählt.</p>
<p>Bis dahin herrscht autokratisch das Militär. Und danach?</p>
<p>Es ist noch nicht klar, wie sich die Muslimbrüder und die Parlamentsmehrheit im Machtkampf mit dem Militär behaupten werden, und wie radikal eventuell der Kurs der Muslimbrüder werden wird bzw. werden kann.</p>
<p>Wir haben eine <strong>Übergangszeit</strong> vor uns. Einen Kampf mit ungewissem Ausgang.</p>
<p>Meine Vermutung &#8211; und Hoffnung: Letztlich werden die Muslimbrüder gewinnen.</p>
<p>Worauf stützen sich die Militärs? &#8211; Auf ihre Gewehre. Auf nackte Gewalt. Sie haben keinen Rückhalt im Volk, keinen Rückhalt im Parlament.</p>
<p>Der Kampf zwischen Militär und den Kräften des Volkes kann lange dauern und kann blutig werden. Je blutiger er wird, desto mehr wird sich das Volk radikalisieren, desto stärker wird die Rolle der radikaleren religiösen Kräfte.</p>
<p><strong>2</strong></p>
<p><strong>Rückblick.</strong></p>
<p>Nicht ohne eine gewisse Genugtuung lese ich meine Berichte und Kommentare vom letzten Jahr zu diesem Thema.</p>
<p>Mein erster Artikel hatte den Titel: Ägypten: <a title="Ägypten: Am Ende kommt das theokratische Regime der Muslimbrüder" href="http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/01/29/agypten-am-ende-kommt-das-theokratische-regime-der-muslimbruder/">Am Ende kommt das theokratische Regime der Muslimbrüder</a></p>
<p>Er setzt ein zu einem Zeitpunkt, als Mubarrak noch fest im Sattel zu sitzen schien, und wird dann Tag für Tag fortgesetzt bis zu dem Punkt, an dem die Revolution ihre erste Schlacht zu gewinnen scheint.</p>
<p>Am 29. Januar 2011 habe ich geschrieben:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">(1) Wer da im Moment gegen die autokratische, korrupte, inkompetente Herrschaft Mubarraks und seiner elitären, amerika-hörigen Clique von Reichen und Mächtigen rebelliert, ist die Jugend des urbanen Mittelstands, also eine relativ kleine Minderheit in Ägypten (anders als in Tunesien).</span></p>
<p><span style="color:#000000;">(2) Die breite Mehrheit – die städtische Unterschicht, die Kleinstädter, die Bauern – diese große Mehrheit des Volkes hält sich noch zurück. Ihre politische Vertretung sind die Muslimbrüder. In freien Wahlen würden sie die absolute Mehrheit gewinnen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">(3) Die Muslimbrüder würden die Revolution vermutlich so radikalisieren, wie es im Iran 1979 geschehen ist.</span></p></blockquote>
<p>und</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">(10) Wer – wie ich – mit den Demonstranten in Kairo und einigen anderen Städten mitfiebert, sollte sich im Klaren sein, dass ein Erfolg letztlich auf eine Machtübernahme der Muslimbrüder hinauslaufen würde – die eine mehr oder weniger theokratische Herrschaft errichten würden.</span></p></blockquote>
<p>Ein paar Tage später präzisiere und korrigiere ich Punkt (3):</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">So sicher sollte ich mir da nicht sein; ich formuliere etwas, das wahrscheinlich ist. Die Frage wird auch sein, wie „intensiv“ theokratisch das wird. Die Muslimbrüder werden über ihren politischen Einfluss dafür sorgen, dass die religiösen Regeln eines Islam, wie sie ihn vertreten, politisch-gesellschaftlich umgesetzt werden. Wie weit sie damit gehen werden, bleibt offen. Hinzu kommt allerdings die Wahrscheinlichkeit einer „Revolutionsdynamik“. Revolutionen tendieren dazu zu eskalieren.</span></p></blockquote>
<p>Interessant ist meine heftige Debatte mit Bandolero, die unter dem Artikel stattfindet &#8211; in der ich meinen vorsichtigen Pessimismus verteidige.</p>
<p>Am 8. Februar setzen sich meine Überlegungen fort: <a title="Ägyptens Zukunft, mit dem historischen Fernrohr beobachtet" href="http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/02/08/agyptens-zukunft-mit-dem-historischen-fernrohr-beobachtet/">Ägyptens Zukunft, mit dem historischen Fernrohr betrachtet</a>. Dort schreibe ich u. a.:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">3. Wie weit werden die Muslimbrüder gehen? – Ich weiß es nicht. Vielleicht bleiben sie moderat. Aber es gibt auch so etwas wie eine Revolutionsdynamik. (Davon scheinen die meisten Kommentatoren nichts zu wissen.) Druck von innen und außen, die Gefahr der Konterrevolution pflegt Revolutionen zu radikalisieren. Männer kommen an die Spitze, die einen schärferen Kurs befürworten … Muss ich die Revolutionen seit 1789 alle aufzählen, in denen das Phänomen zu beobachten ist? (Wir sind jetzt bei Stufe 1. Ich spreche hier von Stufe 4 oder 5.)</span></p></blockquote>
<p><strong>3</strong></p>
<p><strong>Blick weit voraus</strong></p>
<p>Die größte <strong>Gefahr</strong> besteht &#8211; aus meiner Sicht &#8211; darin, dass das Militär mit brutaler Gewalt seine Herrschaft aufrecht zu erhalten versucht und damit praktisch das Mubarrak-Regime verlängert, auch wenn dessen Person geopfert worden ist.</p>
<p>Das Militär wird sich zwar auf ein paar Kompromisse mit der Parlamentsmehrheit einlassen (müssen), aber dennoch versuchen, die Politik zu dominieren.</p>
<p>Die Muslimbrüder werden vermutlich zunächst einmal sehr weit nachgeben, weil sie ihre auf die Mehrheit gestützten Machtpositionen erst allmählich auf- und ausbauen können. Sie werden vielleicht mit der liberalen Wafd koalieren.</p>
<p>In dem Maße, in dem ihnen der Aufbau einer eigenen Machtbasis über Staatsorgane gelingt, werden die Militärs hektisch und werden versuchen, gegenzusteuern.</p>
<p>Irgendwann kracht es dann.</p>
<p>Optimal wäre ein Ergebnis wie in der Türkei: Dort ist es der zivilen, auf die Volksmeinung gestützten Regierung gelungen, das autoritäre Regime des dieses Staates im Staate, des Militärs zu beenden, ohne dass es zum Kampf gekommen wäre.</p>
<p>Was haben die Muslimbrüder und die Salafisten den Gewehren und Panzern und Schlägertruppen des Militärs entgegenzusetzen? &#8211; Die Macht des Glaubens, der die große Mehrheit des Volkes im Kampf vereinen kann.</p>
<p>Für die kleine urbane und eher säkular und liberal orientierte junge Mittelschicht &#8212; sehe ich schwarz. Ihnen fehlen die Muskeln der Macht.</p>
<p>Mein Rat: Haltet euch zurück! Schaut zu und wartet ab! Sollen sich die beiden Titanen erst einmal um die Macht balgen. Und optiert für die Muslimbrüder, soweit es die Situation nötig macht!</p>
<p>Um ein wenigstens partiell theokratisches Regime kommt Ägypten nicht herum. Die Mehrheit will es so. Die Scharia kann dabei durchaus auch konstruktive Seiten zeigen: etwa die Korruption vermindern und erst einmal eine einigermaßen vernünftige Ökonomie ermöglichen.</p>
<p>Von der profitiert dann die jetzt noch zu kleine urbane Mittelschicht. Sie muss zahlenmäßig wachsen, wenn sie politisch stark werden will. Die sich auf die Volksmehrheit stützenden und doch zugleich auch autoritären Muslimbrüder können im Laufe von einer oder zwei Generationen die Mittelschicht zur Mehrheit werden lassen &#8230;</p>
<p>Außerdem: Theokratische Regime wirken von sich aus säkularisierend. Indem sie Politik und Religion unzulässig vermengen, vergiften sie die Religion und erzeugen &#8211; über einige Generationen hinweg &#8211; einen starken antiklerikalen Trend.</p>
<p>Den kann man auch im Iran beobachten.</p>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Aktionsorientierter Rechtsextremismus gegen das &#8222;Überfremdungsnetzwerk&#8220;</title>
		<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/20/aktionsorientierter-rechtsextremismus-gegen-das-uberfremdungsnetzwerk/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 00:10:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Evrim Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Henkel]]></category>
		<category><![CDATA[mein-hh.info]]></category>
		<category><![CDATA[Nationaler Widerstand]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://initiativgruppe.wordpress.com/?p=7831</guid>
		<description><![CDATA[Wer für die Integration arbeitet, ziele auf die "Ausrottung der Deutschen". Rechtsextremisten kündigen offen Gewalt dagegen an, stellen Listen von "Volksfeinden" auf, schreiten zur Tat ... und Polizei, Verfassungsschutz, Justiz, Innenbehörden zucken mit den Schultern und meinen, es bestehe keine direkte Gefahr. Und das nach den Erfahrungen mit Breivik und dem NSU. <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7831&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;"><span style="text-decoration:underline;"><strong>HAMBURG</strong></span></p>
<p style="text-align:left;">Wie sehen Neonazis uns, also die InitiativGruppe zum Beispiel und alle diejenigen, die im Migrationsbereich beruflich oder ehrenamtlich tätig sind?</p>
<p style="text-align:left;">mein-hh.info ist eine neonazistische Plattform (hh steht für Hansestadt Hamburg und wohl auch für Heil Hitler). Sie nimmt kein Blatt vor den Mund. (Ich habe einiges fett hervorgehoben.)</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;"><strong>Über 16 Millionen Fremde bevölkern schon unser Land und ihre Zahl wächst Tag für Tag.</strong> Das deutsche Gesicht unserer Städte wandelt sich und wir Deutschen drohen in naher Zukunft zur überalterten, aussterbenden Minderheit zu werden.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong><span id="more-7831"></span>Überfremdung ist kein Himmelsgesetz. Sie hat Ursachen und Täter. Die Ursache ist Deutschenhaß. Sowohl im Ausland, als auch hier bei uns. Der Plan ist die Umvolkung.</strong> Die Täter schufen und schaffen politische Vorgaben, um diesen Plan &#8222;legitim&#8220; umsetzen zu können. Das von den Alliierten in einem Nebensatz des Artikels 16 listig ins Grundgesetz geschriebene &#8222;Asylrecht&#8220; war die verhängnisvolle Grundlage all dessen, was bis heute an Gesetzen zur Förderung von Masseneinwanderung geschaffen wurde. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Neben den politischen Vorgaben brauchte es aber vor allem finanzielle Anreize, um Fremde in großer Zahl nach Deutschland zu locken. Diese Anreize stellten sich ein, nachdem wir Deutschen unsere Wirtschaft nach dem Krieg wieder aufgebaut hatten. <strong>Der allgemeine Wohlstand und vor allem das üppige Transferleistungssystem sind bis heute ein unwiderstehlicher Anreiz für Fremde aus ärmeren Ländern.</strong> Die völlig gegenleistungsfreie Grundsicherung nebst Kindergeld ermöglicht einen Lebensstandard, welchen die meisten Fremden in ihrer Heimat selbst mit fleißigster Arbeit niemals erreichen könnten.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Doch wie konnten all diese überfremdungsfreundlichen Gesetze und Leistungen zustande kommen?</strong> Warum konnte das nicht verhindert werden, obwohl Umfragen schon seit den 1960er Jahren belegen, dass die Mehrheit der Deutschen den massenhaften Zuzug von Ausländern und die damit verbundenen Folgen immer abgelehnt hat?</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Es ist zu einfach zu sagen: Es waren die Politiker, die beschließen ja die Gesetze. Tatsächlich haben die meisten Abgeordneten kaum eine Ahnung von all den Gesetzesvorlagen, denen sie zustimmen. Und es ist ihnen auch egal, denn sie werden gut bezahlt und wollen einfach nur ihre Posten und Pfründe sichern. Sie stimmen bloß ab und winken durch, was hinter den Kulissen längst beschlossene Sache ist. <strong>Denn Gesetze kommen immer auf Druck bestimmter Interessengruppen (Lobbys) zustande. Und die Überfremdungsfanatiker haben schon lange eine sehr starke Lobby, die höchste Kreise durchdrungen hat.</strong></span></p>
<p><strong><span style="color:#000000;">Es hat sich in der BRD ein regelrechtes Überfremdungsnetzwerk gebildet, das sich aus verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen, Initiativen, Vereinen und Einzelpersonen zusammensetzt. Und so unterschiedlich alle diese Kräfte für sich gesehen sein mögen: Sie alle ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, Ausländer nach Deutschland zu locken, ihr Aufenthalts- und Bleiberecht durchzusetzen, ihre rechtlichen Ansprüche zu verteidigen und dafür zu sorgen, dass sie hier dauerhaft sesshaft werden. </span></strong></p>
<p><span style="color:#000000;">Das Multikulti-Neusprech &#8222;Migranten&#8220; für Ausländer oder &#8222;Flüchtlinge&#8220; für Asylanten hat sich erst jüngst etabliert. Dieser verfälschende Sprachgebrauch wurde aus dem Netzwerk der Überfremdungsfanatiker erfolgreich in die Institutionen, in Politik und Medien getragen. Mittlerweile gibt es sogar ein &#8222;Bundesamt für Migration und Flüchtlinge&#8220; sowie &#8222;Flüchtlingsbeauftragte&#8220; in den Landesregierungen und &#8222;Integrationsbeiräte&#8220; in fast allen Kommunen. Dieses Beispiel mag den Einfluß des Überfremdungsnetzwerkes verdeutlichen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Höchste Zeit, einen Blick hinter die Kulissen dieses Überfremdungsnetzwerkes zu werfen, dass auch bei uns in Hamburg vielschichtig Einfluß ausübt. <strong>Es sind nicht selten unsere eigenen Landsleute, die die Überfremdung gezielt fördern und sich damit an der Ausrottung des eigenen Volkes beteiligen.</strong></span></p></blockquote>
<p style="text-align:left;">Der Artikel zählt dann für Hamburg auf, wer aller in diesem Überfremdungsnetzwerk tätig ist.</p>
<p style="text-align:left;">Nimmt man diese Sprache ernst &#8211; und diese &#8222;Analyse&#8220; mit ihrer Schuldzuweisung, liegt eigentlich eine Breivik-verwandte Aktion nahe. Was könnte noch helfen gegen das Verhängnis und gegen uns Mörder als die blanke Gewalt? Es geht schließlich um die &#8222;Ausrottung&#8220; des eigenen Volkes &#8211; rechtfertigt dies nicht auch äußerste Mittel?</p>
<p style="text-align:left;"><span style="text-decoration:underline;"><strong>BERLIN</strong></span></p>
<p style="text-align:left;">In Berlins rechtsradikalem Untergrund werden auf einer Liste die sogenannten „Volksfeinde“ aufgezählt: ca. 100 Politiker, Schauspieler, Linke, Journalisten – teils mit Fotos und Adressen.</p>
<p style="text-align:left;">Namen und Adressen von &#8222;linken&#8220; Einrichtungen oder Cafés sind versehen mit dem Hinweis:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">„Die Betreiber freuen sich bestimmt über Gastgeschenke.“</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:left;">Einen „Strick um den Hals oder [eine] Kugel in den Bauch“ drohen Neonazis auf einer Internetseite ihren Gegnern an und rufen ganz offen mit Hitlerzitaten zu einer „Ausländer Raus“-Kampagne auf.</p>
<p>Die Gruppe nennt sich selbst Nationaler Widerstand. Ihre Website wurde schon im Mai 2011 gesperrt, samt Liste. Eine Neuauflage der Liste an anderem Ort ist inzwischen ebenfalls nicht mehr zugänglich.</p>
<p style="text-align:left;">Nicht die Polizei, sondern die Prüfstelle für jugendgefährdende Schriften hat die Sperrung veranlasst &#8230; Die Polizei meint auch, die Verantwortlichen seien hier nicht herauszufinden &#8230; Angeblich. Verantwortlich ist, so meinen andere in Berlin, aller Wahrscheinlichkeit nach der Neonazi Sebastian Schmidtke.</p>
<p style="text-align:left;">In einem der letzten Artikel der indizierten Website steht, an die &#8222;Volksfeinde&#8220; addressiert:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">„Die Zeit wird kommen, wo wir zum Angriff übergehen. Die ersten Schritte werden schon geebnet. Dann heißt es nicht Gesinnungshaft, dann heißt es Strick um den Hals oder Kugel in den Bauch!“</span> (1)</p>
</blockquote>
<p style="text-align:left;">Klarer kann man es nicht ankündigen.</p>
<p style="text-align:left;">Inzwischen steht der neue Innensenator von Berlin, Frank Henkel, unter Druck. Der Verfassungsschutz-Ausschuss hat getagt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">Ein Sprecher von Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte nach der Ausschusssitzung, alle zuständigen Stellen hätten das Problem im Blick. Der Justizverwaltung zufolge handelt es sich um „die zentrale Internetplattform des aktionsorientierten Rechtsextremismus“ in Berlin. (4)</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:left;">Aktionsorientiert! &#8211; Sind also diejenigen, die auf dieser Liste stehen, gefährdet?</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">Die Angriffe häufen sich in letzter Zeit: Einige wurden bereits zusammengeschlagen, andere fanden im Hausflur an die Wand geschmierte Morddrohungen. </span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">Mindestens 23 Personen, die auf der Seite genannt werden, wurden demnach in letzter Zeit Opfer von Gewalttaten. Bei 13 Angriffen ist die Polizei sich sicher, dass es sich um rechtsextremistisch motivierte Übergriffe handelte. Auch alternative Jugendzentren, Cafés und Geschäfte sind auf der Seite genannt. Die Polizei zählt inzwischen 19 Angriffe auf diese Gebäude, darunter mehrere Brandanschläge. (2)<br />
</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:left;">Was macht die Polizei?</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">Jetzt erhielten viele der Betroffenen einen Brief der Polizei, der Empörung verursacht. In dem Schreiben wird den Empfängern mitgeteilt, dass sie auf der Seite auftauchen. Nach Aussage des Staatsschutzes gibt es aber „keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung“.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">„Diese Einschätzung der Polizei ist ein absoluter Skandal“, sagt Sebastian Wehrhahn von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR). Menschen, die von Neonazis mit dem Tod bedroht werden, in einem standardisierten Brief mitzuteilen, dass sie angeblich nicht gefährdet sind, sei „nicht nur falsch, sondern zynisch“.</span> (2)</p></blockquote>
<p style="text-align:left;">Dutzende von betroffenen Berlinern hätten Strafanzeige erstattet, ohne Ergebnis. Polizei und Justiz reden sich heraus:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">In Justizkreisen hieß es, Einzelpersonen konkret nachzuweisen, für den Seiteninhalt verantwortlich zu sein, sei schwierig. Bekannt sei aber, dass etwa 15 Personen dem Netzwerk um die Seite zuzurechnen seien. Sie gehörten zum Spektrum militanter Kameradschafter, sogenannter Autonomer Nationalisten. Laut Innenverwaltung seien die Betreiber der Internetseite nicht zu identifizieren, da der dazugehörige Server in den USA stehe. &#8230;<br />
</span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">Das Bundesjustizministerium erklärte, die Meinungsfreiheit werde in den USA weiter gefasst als hierzulande. Erst wenn ein konkreter Zusammenhang zwischen der Seite und daraus folgenden Straftaten nachgewiesen sei, mache ein Rechtshilfeersuchen an die US-Behörden Sinn</span><span style="color:#000000;">. </span><span style="color:#000000;">(3)</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">Man merkt, wie man hier den Hund zum Jagen tragen muss. Warum ist da kein Dampf dahinter? Würde es sich um Linksextreme handeln oder gar um Islamisten &#8211; im Nu lägen die Namen vor, im Nu käme es zu Verhaftungen. </span></p>
<p style="text-align:left;">Jetzt.de hat ein Interview zu dieser Angelegenheit mit der kurdisch-stämmigen Abgeordneten der Linken, Evrim Sommer.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><strong><span style="color:#000000;">Hier wird massiv verharmlost.</span></strong></p>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">&#8230; </span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;"><em>Clara Herrmann aus der Fraktion der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus wirft der Polizei vor, bei Linken etwas genauer hinzusehen als bei Rechten. Die Grünen sind empört. „Die Polizei ist schnell, wenn mutmaßliche Linke ins Visier geraten“, sagte sie dem Tagesspiegel. Wie sehen Sie das?</em></span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">Genau so. Ich engagiere mich als Politikerin und Bürgerin immer wieder gegen alte und neue Nazis und hatte vor zwei Jahren zum Beispiel eine Gedenk-Demo für den von Nazis ermordeten Silvio Meier angemeldet. Damals wurde mir von CDU-Politikern, allen voran dem heutigen Innensenator Frank Henkel, vorgeworfen, ich hätte kein &#8222;geklärtes Verhältnis zur Gewalt&#8220;, obwohl die Demo friedlich verlaufen war. Vielmehr wurde mir vorgeworfen, ich würde den Linksextremismus unterstützen. das ist absurd, und doch bilden solche Anschuldigungen Nährboden für rechte Gewalt. (5)<br />
</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">&#8212;<br />
</span></p>
<p style="text-align:left;">Infos aus dem Berliner tagesspiegel (1) vom <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/rechtsextremismus-internetseite-von-berliner-neonaziszene-auf-dem-index/4143394.html" target="_blank">Mai 2011</a> , (2) vom <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/internethetze-bedrohte-nazigegner-fuehlen-sich-alleingelassen-/6069570.html" target="_blank">16. Januar</a> und vom 17. Januar sowie von (4) <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2012/01/19/spur-von-nazi-hetzseite-fuhrt-nach-schweden_7932#more-7932" target="_blank">Die Zeit</a> und (5) <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/537122/Hier-wird-massiv-verharmlost" target="_blank">Jetzt.de</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/initiativgruppe.wordpress.com/7831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/initiativgruppe.wordpress.com/7831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/initiativgruppe.wordpress.com/7831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/initiativgruppe.wordpress.com/7831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/initiativgruppe.wordpress.com/7831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/initiativgruppe.wordpress.com/7831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/initiativgruppe.wordpress.com/7831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/initiativgruppe.wordpress.com/7831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/initiativgruppe.wordpress.com/7831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/initiativgruppe.wordpress.com/7831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/initiativgruppe.wordpress.com/7831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/initiativgruppe.wordpress.com/7831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/initiativgruppe.wordpress.com/7831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/initiativgruppe.wordpress.com/7831/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7831&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Tübingen: Das erste Zentrum für Islamische Theologie betritt Neuland</title>
		<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/18/tubingen-das-erste-zentrum-fur-islamische-theologie-betritt-neuland/</link>
		<comments>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/18/tubingen-das-erste-zentrum-fur-islamische-theologie-betritt-neuland/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 15:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Religionsunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Imame]]></category>
		<category><![CDATA[Ömer Özsoy]]></category>
		<category><![CDATA[Friedmann Eißler]]></category>
		<category><![CDATA[Khorchide]]></category>
		<category><![CDATA[Omar Hamdan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentrum für Islamische Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier Zentren für Islamische Theologie wird es in Deutschland geben, das erste ist soeben eröffnet worden: an der Universität Tübingen.

Ausgebildet werden sollen hier islamische Religionslehrkräfte sowie Imame. <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7820&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Zentren für Islamische Theologie wird es in Deutschland geben, das erste ist soeben eröffnet worden: an der Universität Tübingen.</p>
<p>Ausgebildet werden sollen hier islamische Religionslehrkräfte sowie Imame. Das klingt harmlos. Aber dieser institutionelle Schritt ist Teil eines modernen Abenteuers.</p>
<p>(Die Zitate stammen aus drei in den Anmerkungen verlinkten ZEIT-Artikeln.)</p>
<p><strong>Der Professor:</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;"><span id="more-7820"></span>Omar Hamdan ist 47 Jahre alt, Palästinenser mit israelischem Pass, er ist in Tira geboren, einer Stadt, wenige Kilometer nördlich von Tel Aviv. Dort hat er an der Hebrew University Islamwissenschaften studiert, in den Neunzigern kam er nach Tübingen, schrieb sich für vergleichende Religionswissenschaften ein und promovierte bei Josef van Ess, einem der Großen des Fachs. Zuletzt forschte der Sunnit an der Freien Universität Berlin über Gemeinsamkeiten des Islams mit Judentum und Christentum im Mittelalter. (1)<br />
</span></p></blockquote>
<p><strong>Was für einen Islam lehrt Hamdan?</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Was ist für Omar Hamdan das Wesen des Islams? Die Antwort kommt schnell und lässt Raum: »Eine Lebensweise, die einen sehr weiten Horizont öffnet.« &#8230;</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Kann der Islam, der in Deutschland entsteht, auch einmal in islamische Länder hineinwirken? So weit möchte Hamdan noch nicht denken. Ihm geht es zuerst um das, was vor seiner Haustür passiert. »Die Muslime hier wollen teilhaben an der Gesellschaft, in der sie leben«, sagt er, es gehe ihnen um Gleichstellung, um das Gefühl, hier eine Heimat zu haben. »Auf diesem Weg ist ein Zentrum für islamische Theologie ein großer Schritt.« (1)</span></p></blockquote>
<p>(Zwei interessante Standpunkte von Professor Hamdan stehen unten, im Anhang!)</p>
<p><strong>Die Studenten</strong></p>
<p>Die ersten Studenten sind 23 Frauen und 13 Männer. &#8211; Ein bemerkenswertes Geschlechterverhältnis, wenn man zweierlei bedenkt: Imame können Frauen vorerst so wenig werden wie katholische Priester, und das Kopftuch wird vielen den Weg in den Staatsdienst versperren. Es entspricht aber dem durchschnittlichen schulischen Erfolg und dem ständig wachsenden Selbstbewusstsein der muslimischen Frauen in Deutschland.</p>
<p><strong>Imamausbildung</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Die Absolventen können nach ihrem Bachelorabschluss auch als Imam arbeiten. »Auch«, sagt Hamdan, das ist ihm wichtig. In der Abschlussurkunde werde nicht stehen: »Absolvierte eine Imamausbildung«. Aber es sind entsprechende Seminare vorgesehen. Ein Imam in Deutschland könne nicht nur über das Mittelalter oder über islamische Länder sprechen, sagt er. Er müsse vor allem Themen aufgreifen, die relevant sind für das Leben in Deutschland. Dazu gehöre zum Beispiel auch der Schulalltag. Er müsse einen Weg finden zwischen Tradition und Moderne.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Der Nachholbedarf ist groß: Bislang sprechen die meisten der 2.000 Imame in der Bundesrepublik kaum Deutsch und kennen sich nicht aus in dem Land, in dem sie wirken sollen. Die meisten von ihnen werden als Import-Imame vom türkischen Staat entsandt und nach vier Jahren wieder abberufen. (1)<br />
</span></p></blockquote>
<p>Werden einige der Moscheevereine wenigstens bereit sein, einen in Deutschland ausgebildeten Imam anzunehmen? Wird DITIB dazu bereit sein, ihn zu bezahlen?</p>
<p><strong>Ausbildung zum Religionslehrer</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Das Schulfach ist erst im Werden: Obwohl auf unsere Schulen eine Dreiviertelmillion muslimische Schüler gehen, können sie islamischen Religionsunterricht nur im Rahmen einiger Modellversuche besuchen. In Baden-Württemberg gibt es solche Versuche derzeit an rund 20 Grundschulen und einigen Hauptschulen. Sollte das Fach einmal in allen Bundesländern eingeführt werden, brauchte es dafür 2000 Lehrer, schätzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung.  (1)<br />
</span></p></blockquote>
<p><strong>Der Beirat</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Im Beirat des Tübinger Islam-Zentrums sitzen nur zwei unabhängige Experten, die übrigen fünf Vertreter durften die Verbände Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (Ditib), Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) und Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland e.V. (IGBD) benennen. &#8222;Dadurch kann es dazu kommen, dass etwa in der Auslegung des Korans bestimmte Maximen eingehalten werden sollen, die westlichen Wissenschaftsstandards widersprechen&#8220;, befürchtet Islam-Experte Eißler.</span> (2)</p></blockquote>
<p><strong>Wissenschaftsfreiheit</strong></p>
<p>Werden sich die Moscheevereine über die Beiräte in den Unterricht einmischen, auf ihren othodoxen Standpunkten bestehen, die Freiheit der Lehre beeinträchtigen?</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">In Tübingen aber, sagt Hamdan, habe der Beirat nur ein Mitspracherecht in bekenntnisrelevanten Fragen, nicht jedoch, was Studieninhalte betrifft. Er habe die Zusammenarbeit problemfrei erlebt, erzählt er. Dann schiebt der Professor die wieder heruntergekrempelten Hemdsärmel ein zweites Mal nach oben und sagt: »Außerdem – ich bin Theologe, kein Politiker.«</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Er möchte einen Islam lehren, der eingebunden ist in einen europäischen Kontext. Aber Hamdan geht es auch darum, einen Zugang zu schaffen zu den Quellen der islamischen Theologie, etwa zum Koran. Viele Muslime hätten falsche Vorstellungen von den Grundlagen des Islam. Und dann zieht er ein Bild aus der Moderne hersan: Wer ohne Quellenwissen sei, sei wie ohne Zugang zum Internet &#8211; abgeschnitten. (2)<br />
</span></p></blockquote>
<p>Ein anderer islamischer Theologe, Ömer Özsoy:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">&#8222;Um im Konzert der Wissenschaften mitspielen zu können, müssen wir unbedingt die fachlichen Erwartungen von Philologen, Historikern, Literaturtheoretikern in unseren Nachdisziplinen erfüllen, zumal der traditionellen Islamwissenschaften.&#8220; (3)</span></p></blockquote>
<p><strong>Befürchtungen</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">In Interviews hatte Hamdan gesagt, die islamische Theologie werde nicht infrage stellen, dass Gott selbst der Verfasser des Korans ist. Doch Kritiker fordern eben diese Distanz zur heiligen Schrift des Islam, so wie sie auch in der christlichen Theologie üblich ist.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Es bestehe die Gefahr, dass sich eine &#8222;unkritische islamische Theologie&#8220; an deutschen Universitäten etabliere, fürchtet Friedmann Eißler, Islam-Experte der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin. &#8222;Auch ein christlicher Theologe glaubt, dass die Bibel Gottes Wort ist.&#8220; Aber die christliche Theologie erkenne an, dass biblische Texte eben auch ein Produkt ihrer Zeit seien. &#8222;Dieses Wissenschaftsverständnis fehlt der islamischen Theologie, wenn sie den Koran sozusagen über die Geschichte hebt und als absolut gegebenes Wort Gottes betrachtet.&#8220; (2)</span></p></blockquote>
<p>Auch Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung, hält es für wichtig,</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">dass sich in der islamischen Theologie eine historisch-kritische Methode im Umgang mit dem Koran entwickelt</span> (2)</p></blockquote>
<p>sie vertraut aber den neuen Islamzentren, dass sie genau dies tun werden.</p>
<p><strong>Eine ablehnende Stimme</strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Im Übrigen lehnt etwa der Frankfurter Theologieprofessor Ömer Özsoy eine Imam-Ausbildung an den Universitäten strikt ab. Das sei allein Aufgabe der Moscheevereine und ihrer Verbände, erklärte er gerade unwidersprochen auf einem Mercator-Forum. Andernfalls wäre eine Verwicklung der Hochschullehre in konfessionelle und Verbands-Streitigkeiten unvermeidbar. Genau genommen, werden zwar auch die christlichen Geistlichen an kirchlichen Seminaren ausgebildet, allerdings nicht ohne entsprechendes Uni-Studium.</span> (3)</p></blockquote>
<p><strong>Berufsperspektiven</strong></p>
<p>Wer soll die künftigen Imame bezahlen, wenn sie in Deutschland ausgebildet worden sind? Welche Moscheevereine werden bereit sein, sie zu übernehmen?</p>
<p>Schon jetzt müssen viele Imame mit 600 Euro im Monat auskommen. Die werden durch Spenden der Gemeinde aufgebracht. Für einen in Deutschland promovierten Imam ist das keine Perspektive.</p>
<p>Nur die DITIB-Imame werden vom (türkischen Staat) bezahlt.</p>
<p>Eine mögliche Lösung wäre es, zugleich als Religionslehrer an Schulen und als Imam zu arbeiten.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Weil die Berufsperspektiven im geistlichen Dienst unzureichend sind, sprechen Professoren und Schüler der Islamischen Studien umso lieber von zweckfreier &#8222;Grundlagenforschung.&#8220; (3)<br />
</span></p></blockquote>
<p>Eine gefährliche Lösung. Der Reiz des Fachs sollte doch in der Verbindung von Theologie und realer Praxis bestehen.</p>
<p>Interessieren würde mich auch die Frage, ob eine muslimische Religionslehrerin mit Kopftuch unterrichten und vom Staat angestellt werden könnte.</p>
<p><strong>Der Beitrag zur Integration</strong></p>
<p>Imame könnten Schlüsselfiguren der Integration sein. Man hätte schon in den 80er Jahren anfangen können, die Kooperation mit ihnen zu suchen &#8211; hätte man nicht erst vor kurzem eingesehen, dass wir ein Einwanderungsland sind und der Islam nun auch zu Deutschland gehört. Jetzt ist es eben so, dass 90 Prozent der ca. 2000 Imame in Deutschland kein oder kaum Deutsch sprechen, die deutschen Schulen und die deutsche Umwelt ihrer Schützlinge unzureichend oder gar nicht kennen.</p>
<p>Die aktuelle Wendung richtet sich insofern weniger an die alte Generation, sondern an die 3. und 4. Generation der muslimischen Einwanderer, an die Muslime der Zukunft.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">&#8222;Mit unseren Interpretationsversuchen erreichen wir natürlich nicht mehr die erste und zweite Zuwanderergeneration etwa aus Anatolien. Die haben ganz andere religiöse Bedürfnisse.&#8220; Mouhanad Khorchide, Professor für Religionspädagogik in Münster, sagt: &#8222;Wir machen Eltern und Kindern einer hiesigen Mittelschicht ein Werte-Angebot ohne jeden Missionseifer.&#8220; Jede Mittelschicht ist aber als solche ja schon der beste Beweis für soziale Integration. Wo die noch nicht gelungen ist, da kann sich staatliche Integrationspolitk auch von islamischen Hochschultheologen offenbar nicht viel erhoffen. (3)<br />
</span></p></blockquote>
<p>Trotzdem, ein Imam ist nicht in erster Linie ein Integrationslotse, sondern einer, der den Glauben vermittelt und aus dem Glauben heraus zu Fragen des Alltagslebens Ratschläge geben kann. Dazu muss er allerdings mit der tatsächlichen Lebensumwelt der Gläubigen tief vertraut sein; das ist er nur, wenn er unter ihnen aufgewachsen ist.</p>
<p>Diese Brücke muss der Imam schlagen: die zwischen der Theologie und dem alltäglichen Leben. Eine Brücke funktioniert nur, wenn man sie zwanglos von beiden Seiten her begehen kann.</p>
<p>Dass solche Brücken gebaut werden können, dafür müsste die Imam- und Lehrkräfteausbildung dienen.</p>
<p>&#8212; &#8212;</p>
<p>Zitiert werden drei ZEIT-Artikel, (1) über <a href="http://www.zeit.de/2012/01/C-Moslem" target="_blank">Hamdan</a>, (2) über <a href="http://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-01/zentrum-islamische-theologie-2" target="_blank">die Eröffnung</a> und (3) über <a href="http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-11/promotion-islamische-studien" target="_blank">islamische Studien</a>.</p>
<p>Die anderen drei Zentren:</p>
<ul>
<li>Münster/Osnabrück</li>
<li>Frankfurt/Gießen</li>
<li>Erlangen-Nürnberg</li>
</ul>
<p>Zur islam-internen Auseinandersetzung: <a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/08/22/streit-unter-muslimen-liberal-vs-konservativ/" target="_blank">Streit unter Muslimen</a></p>
<p>Mein Artikel zur Frage der <a title="Islamische Religionsgemeinschaften: bald anerkannt?" href="http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/02/16/islamische-religionsgemeinschaften-bald-anerkannt/" target="_blank">Anerkennung als Religionsgemeinschaft</a>.</p>
<p>&#8212; &#8212;</p>
<p><strong>Anhang:</strong></p>
<p>Zwei interessante Standpunkte vertritt Hamdan &#8211; sie finden sich im einschlägigen Artikel der<a href="http://www.taz.de/Tuebinger-Zentrum-eroeffnet/!85749/" target="_blank"> taz</a>:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Es gebe in Deutschland bereits mehr als genug Moscheen, sagte er da. Im Zeitalter von Internet und Monitoren reiche eine Zentralmoschee pro Großstadt völlig aus, per Liveübertragung könnten die Freitagspredigten von dort in andere Gemeinden übertragen werden. Solche Vereinheitlichungsgedanken dürften nicht allen gefallen. Ihnen steht die starke Zersplitterung der muslimischen Gemeinden in Deutschland entlang nationaler und konfessioneller Trennlinien entgegen.</span></p></blockquote>
<p><span style="color:#000000;">und</span></p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Er schlägt vor, ein islamisches Gerichtswesen einzurichten, das &#8211; sofern von Muslimen gewünscht &#8211; in religiösen und familiären Angelegenheiten seine Urteile sprechen könnte. Die oberste Autorität staatlicher Zivilgerichte müsse dadurch nicht angetastet werden, so Hamdan.</span></p></blockquote>
<p>Vermutlich wird in den nächsten 10 Jahren über kein universitäres Fach so viel öffentlich debattiert werden wie über die Islamische Theologie.</p>
<p>Dabei spielt Theologie eigentlich im Islam eine sehr viel geringere Rolle als im Christentum &#8230; Aber eine Religion, die in Deutschland heimisch werden will, wird sich dem deutschen Drang nach gründlichem Durchdenken und konsequentem Verallgemeinern kaum entziehen können. Das wird den Islam verändern.</p>
<p>Die Muslime könnten sich natürlich auch für einen anderen Weg entscheiden &#8211; den, den die katholische Kirche zu gehen entschlossen ist: Der Abstand zwischen der &#8222;Wahren Lehrer&#8220; und ihren Vertretern ganz oben einerseits und den Laien andererseits wird immer größer und am Ende so groß, dass die katholische Kirche nur noch eine riesenhafte Hülle für ein paar wenige Gläubige sein wird, also eine Sekte.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/initiativgruppe.wordpress.com/7820/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/initiativgruppe.wordpress.com/7820/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/initiativgruppe.wordpress.com/7820/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/initiativgruppe.wordpress.com/7820/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/initiativgruppe.wordpress.com/7820/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/initiativgruppe.wordpress.com/7820/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/initiativgruppe.wordpress.com/7820/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/initiativgruppe.wordpress.com/7820/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/initiativgruppe.wordpress.com/7820/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/initiativgruppe.wordpress.com/7820/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/initiativgruppe.wordpress.com/7820/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/initiativgruppe.wordpress.com/7820/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/initiativgruppe.wordpress.com/7820/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/initiativgruppe.wordpress.com/7820/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7820&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>München, Bayernkaserne, Hungerstreik: die Forderungen der Jugendlichen</title>
		<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/17/munchen-bayernkaserne-hungerstreik-die-forderungen-der-jugendlichen/</link>
		<comments>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/17/munchen-bayernkaserne-hungerstreik-die-forderungen-der-jugendlichen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 10:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Asyl]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Bayernkaserne]]></category>
		<category><![CDATA[unbegleitete minderjährige Flüchtlinge]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://initiativgruppe.wordpress.com/?p=7812</guid>
		<description><![CDATA[Die Liste der Beschwerden und Forderungen ist lang. <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7812&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen, die als Flüchtlinge in Bayern landen, gibt es zwei Erstaufnahmestellen: Zirndorf und die Bayernkaserne in München.</p>
<p>Zurzeit halten sich ca. 1.000 Jugendliche Flüchtlinge in Bayern auf, die meisten inzwischen untergebracht in Einrichtungen der Jugendhilfe.</p>
<p>Am 10. Januar hatten etwa 60 der 130 Jugendlichen in der Bayernkaserne einen Hungerstreik begonnen. Vor einigen Tagen hat man 20 von ihnen in ein Krankenhaus eingeliefert; einige hatten sogar aufgehört, etwas zu trinken. Die am Hungerstreik Beteiligten stammen überwiegend aus Afghanistan.</p>
<p>Wer von diesem Hungerstreik liest, möge sich überlegen, in welchen Zustand der Verzweiflung und Erbitterung er versetzt werden müsste, um selber zu diesem Mittel zu greifen.</p>
<p>Heute hätte eine Kundgebung in München stattfinden sollen.</p>
<p>Um das für die Behörden peinliche Schauspiel abzuwenden, hat es neue Verhandlungen gegeben &#8211; und einige Zusagen, Missstände abzuschaffen.</p>
<p>Woraufhin der Hungerstreik beendet wurde.</p>
<p><strong>Was waren bzw. sind die Forderungen?</strong></p>
<p><span id="more-7812"></span>Die Jugendlichen, die es überhaupt bis hierher schaffen, haben oft Schlimmes erlebt &#8211; und landen nun in einer Situation, in der ihnen auch noch das Ziel zur Hölle wird.</p>
<p>Die Bedingungen in den Erstaufnahme-Einrichtungen sind bewusst darauf abgestellt, Flüchtlinge abzuschrecken.</p>
<p>Die Behörden kasernieren also über hundert männliche Jugendliche (unter 18) auf engem Raum, hält sie bewusst unter Stressbedingungen &#8230;</p>
<p>Wie reagieren Jugendliche darauf? &#8211; Man lungert herum, treibt sich fast ohne Geldmittel in der Stadt herum, hat nicht viel zu tun, trinkt und spielt, weiß nicht, wie es weiter gehen wird, kriegt hauptsächlich beschissenes Essen, nichts bringt einen dazu, den verhassten Ort sauber zu halten, man schmort im eigenen Saft, die seelischen Wunden schwären.</p>
<p>Der Aufenthalt in der Abschreckungszone soll eigentlich nur drei Monate dauern; er zieht sich für manche hin, bis zu einem Jahr warten einige darauf, endlich in eine Einrichtung der Jugendhilfe transferiert zu werden.</p>
<p><a href="http://bayern.jogspace.net/2012/01/11/forderungen-der-jugendlichen-aus-der-bayern-kaserne/#more-366" target="_blank">Hier ist die Liste der Beschwerden und Forderungen, die von den Jugendlichen selbst erstellt worden ist</a>:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;"><strong>Unsere Probleme</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Weil wir viele Probleme haben und niemand uns helfen kann, bekommen wir nach und nach psychische Probleme. Um überleben zu können habe wir keine andere Wahl als viele Rauchen und Alkohol Trinken.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Wir sind Menschen und wir mussen etwas essen, dann brauchen wir genug Essen und Herd, aber haben wir sehr wenig Essen und keinen Herd.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Nun stellt sich die Frage, wie viele Junge nur einmal in Tag etwas essen. Und wie viele Junge schlafen, weil sie hunger haben!!!!!</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Sogar ein geduldig man und ein ruhig man kann nicht diese Probleme ertragen.</span><br />
<span style="color:#000000;">Man kann Bücher von Probleme in Bayern kaserne Schreiben.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Schule / Deutsch Kurs:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">•Man muss sehr lange warten um in einen Deutschkurs gehen zu können, weil es sehr wenig Plätze gibt.</span><br />
<span style="color:#000000;">•Der Deutschkurs hat schlechte Qualität. </span><br />
<span style="color:#000000;">•Es gibt sehr wenig Platz für die Schule und wir können nicht in normale Schulen gehen. </span><br />
<span style="color:#000000;">•Es gibt keine Nachhilfe.</span><br />
<span style="color:#000000;">•Wir möchten Vormittag und Nachmittag in Bayern Kaserne Deutschkurse haben</span><br />
<span style="color:#000000;">•Wir möchten das es mehr Plätze in den Deutschkursen (Klartext oder BRK) gibt.</span><br />
<span style="color:#000000;">•Wir möchten in normale Schule gehen.</span><br />
<span style="color:#000000;">•Wir möchten zusätzlich Nachhilfe.</span><br />
<span style="color:#000000;">•Wer kann uns dabei helfen?</span><br />
<span style="color:#000000;">Mit speziell Dank von uns für Frau Elli und Herr Reza.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Transfer in Jugendhilfeeinrichtungen:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">•Sehr Lange muss man warten.</span><br />
<span style="color:#000000;">•Es gibt keine Ordnung. Oft bekommen Jugendliche die viel kürzer hier sind viel früher einen Transfer als die die schon lange hier sind.</span><br />
<span style="color:#000000;">•Niemand gibt uns eine deutliche Antwort was mit uns passiert (wann wir Transfer haben , wohin und was eigentlich unsere Rechte sind).</span><br />
<span style="color:#000000;">•Wir haben gehört das es eine Bestimmung gibt das wir max. 3 Monate in der Bayern Kaserne sein müssen. Aber viele von uns sind hier sechs, neun oder sogar elf Monate. Das ist nicht gut</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Warteliste einhalten / Ordnung.</span><br />
<span style="color:#000000;">•Wer kann uns helfen?</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Vormund:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Sehr lange Zeit dauer, dass man ein Vormund bekommen.</span><br />
<span style="color:#000000;">Man kann sich nicht mit seinem Vormund treffen oder ein Termin machen.</span><br />
<span style="color:#000000;">Der Vormund ist für ungefähr 80 Jugendliche zuständig</span><br />
<span style="color:#000000;">Sie können nicht uns über Transfer, Schule, Deutschkurs, schlechte Situation in Bayern Kaserne helfen.</span><br />
<span style="color:#000000;">80 Jugendliche sind zu viel für einer Vormund.</span><br />
<span style="color:#000000;">Muss mehr Vormünder geben.</span><br />
<span style="color:#000000;">2 oder 1 mal im Monat den Vormund treffen.</span><br />
<span style="color:#000000;">Der Vormund soll uns ehrlich sagen wobei er uns helfen kann. die Wahrheit sagen. z.B: wenn er/sie weiss es gibt Transfer erst in einem Jahr, nicht sagen ” In 3 Monate gibt es Transfer”.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Essen:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Das Essen ist sehr wenig. Das ist nicht Frisch / abgelaufen.</span><br />
<span style="color:#000000;">Man hat zu wenig Auswahl, und immer gleiche Essen.</span><br />
<span style="color:#000000;">Die Warteschlange ist sehr lang, und wenn man in diese Zeit einen Termin hat, kann man nicht mehr sein Essen nehmen.</span><br />
<span style="color:#000000;">Was wäre besser: Mehr Essen, Besseres Essen, Mehr Auswahl = oder Geld / Gutscheine</span><br />
<span style="color:#000000;">Mehr zeit für Essen Ausgabe : z.B. Anfang von 13 Uhr bis 17</span><br />
<span style="color:#000000;">Kinder / Jugendliche haben eine Recht auf ausreichende / gesund Ernährung. (Gesetz)</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Betreuer:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Es gibt sehr wenig Betreuer in Bayern Kaserne.und Sie haben sehr wenig Zeit, dass Jugendliche helfen können.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wenn man krank ist und einen Termin braucht,dauert das sehr lange Zeit.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wenn man an der Nacht oder Feiertag Krank ist oder Problem hat, gibt es kein Betreuer der ihm helfen kann.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wir Brauchen mehrere Betreuer, die uns helfen können.</span><br />
<span style="color:#000000;">In Heime von Jugendamt gibt für 10-15 Junge 6-12 Betreuer, aber hier gibt 15 Betreuer für 150 Jungen und die Betreuer arbeiten wenig Stunden.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Interview:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Die Vormünder kommen nicht in Interview mit und dann der Interviewer behandelt uns schlecht.</span><br />
<span style="color:#000000;">Niemand (Vormund, Betreuer) hat keine Zeit uns helfen, dass wir uns für Interview vorbereiten. Viele Junge haben Angst und Stress.</span><br />
<span style="color:#000000;">Manchmal schicken sie kein Protokoll an uns.</span><br />
<span style="color:#000000;">Viele Leute bekommen negative Antwort.</span><br />
<span style="color:#000000;">Die Vormünder sollen uns bevor Interview helfen und bei Interview kommen dabei.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Aufenthaltsgenehmigung:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Sie nehmen uns nicht ernst und viele junge haben negative Antwort nach erste Interview.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wir bleiben hier ohne Schicksal/Zukunft für lange Zeit. Auf dem weg hierher hatten wir viel Probleme, und hier müssen wir auch mit viel Stress leben, und bekommen Psychische Probleme.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wir möchten das Sie unsere Aufenthalts Forderung ernst nehmen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Security:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Sie kontrolieren uns immer, aber wir leben doch hier.</span><br />
<span style="color:#000000;">Schlechte Behandlung und sind immer schlecht gelaunt.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wenn in der Nacht wir Probleme haben, helfen sie uns nicht.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wie sind keine Kriminellen, die Security sollen uns auch nicht so behandeln.</span><br />
<span style="color:#000000;">Sie sollen unsere Probleme ernst nehmen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Schlafen:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Es ist sehr laut / und Security macht nichts.</span><br />
<span style="color:#000000;">Viele trinken Alkohol —&gt; Dann gibt es Streit —&gt; Polizei kommt</span><br />
<span style="color:#000000;">Manchmal wird der Feuer Alarm angemacht, wir haben Angst wenn es brennt kommt die Feuerwehr nicht</span><br />
<span style="color:#000000;">Wir mochten dass ihr uns helft das zu ändern!</span><br />
<span style="color:#000000;">Wir möchten dass sich alle in einem Gang ( mit der Betreuern) alle zwei Wochen treffen und über die Probleme im Gang sprechen und wie man diese lösen kann. (Nacht ruhe, Sauberkeit. Klo, Küche, Dusche – laut Musik – Alkohol )</span><br />
<span style="color:#000000;">Die Junge sind betrunken oder streiten sollen Strafe haben.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Küche:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Es gibt zu wenig Herd, außerdem sind die Herde oft kaputt und dann gibt es nur einen Herd für 50 Personen !!!!!!</span><br />
<span style="color:#000000;">Sie wissen das schon und sie sagen immer : ”Wir wollen mit Regierung diese Woche Sprechen”</span><br />
<span style="color:#000000;">Die Herde sind oft kaputt, und sie haben keine Elektrizität, aber niemand kontroliert sie !</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Wasser / Dusche:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Es gibt nicht genug Duschen und sie sind kaputt!</span><br />
<span style="color:#000000;">2 Tage im Monat gibt es kein Wasser! Das geht nicht.</span><br />
<span style="color:#000000;">Das Wasser ist heiss / kalt —&gt; nie beides gleichzeitig.</span><br />
<span style="color:#000000;">Die Dusche reparieren.</span><br />
<span style="color:#000000;">Der Grad von Wasser regulieren.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Waschmachinen:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Es gibt sehr wenig und alte Wachmaschinen, und sie sind kaputt.</span><br />
<span style="color:#000000;">Man muss sehr lange warten.</span><br />
<span style="color:#000000;">Der Arbeiter ist Verantwortunglos und nicht immer dort.</span><br />
<span style="color:#000000;">Die Kleidung ist manchmal kaputt und manchmal verlieren.</span><br />
<span style="color:#000000;">Mehrer Waschmaschine</span><br />
<span style="color:#000000;">Mehrer kontrollieren.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Zimmer</strong> </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Manche Tür oder Fenster sind kaputt.</span><br />
<span style="color:#000000;">Im Winter ist kalt und wir haben wenige Decken.</span><br />
<span style="color:#000000;">Manche Junge haben mit ihren Mitbewohner Problem: Rauchen, Alkohol Trinken, Licht an / aus, musik hören –&gt; viele streit –&gt; Angst –&gt; dann haben wir mit schlafen Problem.</span><br />
<span style="color:#000000;">Selber bestimmen mit wem man in ein Zimmer ist.</span><br />
<span style="color:#000000;">Untereinander friedlich Ausmachen wer wohin geht.</span><br />
<span style="color:#000000;">Von Betreuer, das unterstützen und den tausch zulassen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Regierungs Büro:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Sie haben sehr schlechte Behandlung.</span><br />
<span style="color:#000000;">Sehr lange Schlange für Ticket, Essenformular.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Sozialamt:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Sozialamt ist zu weit, und man muss sehr lange Zeit warten.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wenn man zum Sozialamt geht, kann man nicht ein Tag in die Schule gehen.</span><br />
<span style="color:#000000;">Security sind unfreundlich.</span><br />
<span style="color:#000000;">Die Kleidung dass Sozialamt gebt, hat sehr schlechte Qualität.</span><br />
<span style="color:#000000;">Im ein Tag haben nur 70 Leute die chance dass mit ihnen treffen, und die andere dass spät kommt, muss nochmal im andere Tag kommen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Freizeit und sportlich moglichkeit:</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Wir haben kein Fernsehen, wenn es gibt ein Fussballspiel, gehen viele Junge zum Wettegeschäft in Hauptbahnhof und bis spät in der nacht muss dort bleiben.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wir können / dürfen nicht in Fittness klub gehen und auch nicht in Bibliothek anmelden.</span><br />
<span style="color:#000000;">Wir haben kein Internet. Wenn wir unsere E-mail oder Facebook kontrollieren möchte, mussen wir lange weg gehen und das dauert sehr lang zeit.</span><br />
<span style="color:#000000;">Früher hatten wir ein Fernsehen aber jetzt gibt es nicht!!</span><br />
<span style="color:#000000;">Wir möchten dass, die Möglichkeit für in ein Sport oder Bibliothek teilnehmen haben.</span></p></blockquote>
<p>Welche der Forderungen nun eventuell erfüllt werden, ist der Öffentlichkeit noch nicht gekannt gegeben worden.</p>
<p>Welche der Forderungen sehen die Jugendlichen als besonders schwerwiegend an? Es ist wohl die Summe der Missstände. Dazu kommt vielleicht noch <a href="http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/40-jugendliche-fl%C3%BCchtlinge-hungern-f%C3%BCr-ihre-rechte56127" target="_blank">das</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Es war ein Schrei nach Aufmerksamkeit und Zuwendung&#8220;, schildert Pfarrer Herden am Mittwoch die Begegnung. Die Jugendlichen fühlten sich wie Bäume, deren Wurzeln ausgerissen worden seien. &#8222;Sie leiden unter Kriegstraumata und sind ohne ihre Eltern ganz auf sich selbst gestellt. Sie benötigen Schutz, Sicherheit und Ruhe&#8220;, sagt Herden.</p></blockquote>
<p>&#8212; &#8212;</p>
<p>Immer aktuell informiert die Website der <a href="http://carava.net/" target="_blank">Karawane</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/initiativgruppe.wordpress.com/7812/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/initiativgruppe.wordpress.com/7812/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/initiativgruppe.wordpress.com/7812/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/initiativgruppe.wordpress.com/7812/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/initiativgruppe.wordpress.com/7812/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/initiativgruppe.wordpress.com/7812/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/initiativgruppe.wordpress.com/7812/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/initiativgruppe.wordpress.com/7812/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/initiativgruppe.wordpress.com/7812/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/initiativgruppe.wordpress.com/7812/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/initiativgruppe.wordpress.com/7812/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/initiativgruppe.wordpress.com/7812/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/initiativgruppe.wordpress.com/7812/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/initiativgruppe.wordpress.com/7812/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7812&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Wulffsjagd</title>
		<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/16/wulffsjagd/</link>
		<comments>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/16/wulffsjagd/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 17:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Richistan]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff-Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[MiGAZIN]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://initiativgruppe.wordpress.com/?p=7804</guid>
		<description><![CDATA[Die entscheidende Frage stellt Hatice Akyün (zitiert nach der taz):

"Wer von den Verantwortlichen, die zehn Neonazi-Morde geschehen ließen, ist denn bis jetzt zurückgetreten?"<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7804&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht in meinem Revier.</p>
<p>Ich hab bisher nichts über die <em>Wulffsjagd</em> geschrieben, trotz der Querverbindung zum Thema Integration.</p>
<p>Meine eigene Meinung zur Sache wird von <a href="http://www.sprengsatz.de/">Sprengsatz</a> in Worte gefasst. (Michael Spreng hat an die 10 Kommentare dazu auf seinem Blog.)</p>
<p>Über Spreng hinaus gehend sag ich: Der Fall ist <em>Peanuts</em>. Eigentlich. Angesichts der wirklich heißen Themen wie die Finanzkrise und die Verfassungsschutzkrise.</p>
<p>1</p>
<p>Die entscheidende Frage stellt <strong>Hatice Akyün</strong> (zitiert nach der <a href="http://www.taz.de/Muslime-staerken-Wulff-den-Ruecken/!84135/" target="_blank">taz</a>):</p>
<p><strong>&#8222;Wer von den Verantwortlichen, die zehn Neonazi-Morde geschehen ließen, ist denn bis jetzt zurückgetreten?&#8220;</strong></p>
<p>Für die Muslime ist Wulff ein Hoffnungsträger, dank seines berühmten Satzes, dass der Islam nun auch zu Deutschland gehöre.</p>
<p>Aus diesem Blickwinkel wird Wulff  vom MiGAZIN verteidigt:</p>
<p>U. a. von <strong>Ekrem Senol</strong>, dem Chefredakteur: <a href="http://www.migazin.de/2011/12/20/lasst-unseren-bundesprasidenten-in-ruhe/" target="_blank">&#8222;Lasst unseren Bundespräsidenten in Ruhe!&#8220;</a></p>
<p><span id="more-7804"></span>Senol fragt sich, wieso man so viel weniger auf den ersten Seiten und vorneweg vom größten Geheimdienstskandal Deutschlands spricht &#8211; als von den &#8211; vergleichweise &#8211; Bagatellen eines Vorzugskredits und seines Verschweigens.</p>
<p><strong>Werner Felten</strong> vertieft diesen Punkt: <a href="Hier sind Menschen getötet worden! Trotzdem scheinen Zinssätze und Mailbox Hinterlassenschaften eines eher unbeholfenen Bundespräsidenten mehr Interesse zu wecken als ermordete Migranten und eine deutsche Polizistin. Wenn von einer Staatskrise zu sprechen ist, dann weil das Organ versagt hat, der diese Verfassung schützen soll.  Christian Wulff mag zwar das Amt des Bundespräsidenten beschädigt haben. Der Verfassungsschutz hat aber unsere Verfassung desavouiert und das ist viel schlimmer!" target="_blank">&#8222;Der Bundespräsident soll zurücktreten. Und wer tritt den Verfassungsschutz?&#8220;</a></p>
<p>In der Tat: Man vergleiche den Berichtsumfang und die Platzierung. Vielleicht rechnet das mal jemand aus. Beide Themen kamen und kommen prominent, aber die Angelegenheiten des Bundespräsidenten deutlich häufiger, ausführlicher und besser platziert.</p>
<p>Warum machen die Medien das so? Am Interesse der Bürger liegt es eher nicht &#8211; die haben sich bisher recht zurückhaltend geäußert und sich mehrheitlich nicht der Meinung, dass die Wulffs Verfehlungen zum Rücktritt reichen.</p>
<p>Es scheint da ein (oligopolistisches?) Zusammenspiel zwischen BILD, dem Spiegel und der Süddeutschen Zeitung zu geben &#8230; Wie BILD das Thema am Kochen hält, darüber informiert u. a. <em>Sprengsatz</em>: <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3791" target="_blank">Am Tropf von BILD</a>.</p>
<p><strong>Yasin Bas</strong> fragt im MiGAZIN: <a href="http://www.migazin.de/2012/01/09/wieso-wird-bundesprasident-wulff-so-erbarmungslos-angegriffen/" target="_blank">Wieso wird Bundespräsident Wulff so erbarmungslos angegriffen?</a></p>
<p>Wulff ist der Präsident der Integration. Der Autor schildert seinen Werdegang von Osnabrück aus. Kann es sein, dass Wulffs konsequentes Engagement für Muslime und Integration mit ein Grund dafür ist, warum BILD ihn jetzt abschießen will? Auch seine besonders deutliche Solidarität mit den Opfern der erst jüngst aufgedeckten Mordserie?</p>
<p><strong>Klaus Bade</strong>, der führende Integrations-Fachmann Deutschlands, gibt seinen MiGAZIN-Artikel zum Integrationsgipfel demonstrativ den Titel: &#8222;<a href="http://www.migazin.de/2010/11/04/wulffs-integrationsrede-war-mutiger-und-klarer-als-der-integrationsgipfel/" target="_blank">Bundespräsident Wulff war mutiger und klarer als die Bundesregierung.</a>&#8222;</p>
<p>Er vergleicht die Integrationsrede des Bundespräsidenten mit der Rede der Bundeskanzlerin bei jüngsten &#8222;Integrationsgipfel&#8220;:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Der vierte ‘Integrationsgipfel’ war eine Mischung von Zuckerbrot und Peitsche, bei dem die Bundeskanzlerin zur Abwechslung schon mal in umgekehrter Wortfolge von ‘Fordern und Fördern’ sprach. &#8230;<br />
</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Millionen Einwanderer haben sich jahrzehntelang in diesem Land still und erfolgreich integriert, ohne dass Politik jenseits der kommunalen Ebene viel dazu beigetragen hätte. Angesichts dieser millionenfach erfolgreichen Integrationsbilanz sind diffuse Drohgebärden fehl am Platz, da sie die Falschen diskreditieren und demotivieren. Sogenannte ‚Integrationsverweigerer‘ sind die Ausnahmen. Sie bestätigen nur die Regel der weitgehend erfolgreichen Integration.<br />
</span></p></blockquote>
<p>In der <a href="http://www.taz.de/Muslime-staerken-Wulff-den-Ruecken/!84135/" target="_blank">taz</a> finden sich einige weitere Stimmen.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Viele Muslime seien &#8222;traurig&#8220; über die Art und Weise, wie Bundespräsident Christian Wulff demontiert werde, heißt es auch in der Deutschlandausgabe der türkischsprachigen Tageszeitung Zaman. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Die islamisch-konservative Zeitung zitiert den Sprecher des Koordinationsrats der Muslime, Bekir Alboga, der Wulff ein hohes Ansehen bescheinigt &#8211; &#8222;nicht nur in Deutschland, sondern insbesondere auch auf internationale Ebene&#8220;. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Der Bundespräsident habe sehr gute Botschaften ausgesandt, um die Zugehörigkeit der Muslime zu Deutschland zu unterstreichen. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">&#8222;Es wäre deshalb sehr schade, wenn er aufgrund politischer Intrigen diese Politik nicht mehr fortführen könnte.&#8220;</span></p></blockquote>
<p>2</p>
<p><strong>Der Fall &#8211; aus einem<em> anderen</em> Blickwinkel:</strong> <em></em></p>
<p><em>Sprengsatz</em> beschreibt drastisch das Fehlverhalten des Ministerpräsidenten von Niedersachsen und des Bundespräsidenten. Der Mann hat das Vertrauen verspielt, das ein Bundespräsident für sein Amt braucht.</p>
<p><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3784" target="_blank">Vom Stamme Nimm</a> charakterisiert ihn <em>Sprengsatz</em>. Setzen wir dies in einen größeren Zusammenhang:</p>
<p>Wenig bis nichts hat Wulff zur Europa- und Finanzkrise gesagt. Wie könnte er auch. Sein persönliches Verhalten in Finanzdingen verrät den Grund.</p>
<p>Ein Ministerpräsident von Niedersachsen, ein Bundespräsident &#8211; sie verdienen viel Geld, gemessen am Durchschnittseinkommen. Fast das 10fache, ungefähr. Aber diejenigen, mit denen man es als Spitzenpolitiker vor allem zu tun bekommt, die Großen und Mächtigen der Wirtschaft, verdienen wiederum das 10fache von dem, was ein Spitzenpolitiker verdient. Wenn&#8217;s reicht.</p>
<p>Der Politiker hat mehr Stress, mehr Arbeit. Er wirkt im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit, steht ständig im Gewitter der Kritik. Die Superreichen und CEOs bleiben im Schatten, sie haben es leichter, manche von ihnen brauchen so gut wie gar nicht zu arbeiten &#8211; und kassieren dennoch Millionen; Milliarden in einigen Fällen.</p>
<p>Geld &#8211; das bedeutet Macht, das bedeutet Glamour, das bedeutet, man ist wer. Mit dem bescheidenen Einkommen des MP von Niedersachsen scheint man einen Freundschaftskredit zu brauchen, um sich wenigstens ein hübsches Häuschen leisten zu können.</p>
<p>Wulff hat sich des Reichtums der Geldmächtigen zu bedienen versucht. Er wollte auch ein wenig Teil haben &#8230;</p>
<p>Wenn die Entwicklung so weiter geht, dann werden unsere Politiker überwiegend Leitende Angestellte der Superreichen werden müssen. Der Übermacht der Milliarden widersteht kaum jemand &#8211; kein Kleinbürger und Spießbürger soll uns und sich selbst weis machen, dass er so viel Rückgrat hätte, der Verlockung des Geldes zu widerstehen.</p>
<p>Denen, die das Große Geld haben, gehören auch die Medien. Und damit die veröffentlichte Meinung.</p>
<p>Wulff muss irgend etwas Großes falsch gemacht haben. Anders ist es schwer zu erklären, warum er so in die Schusslinie gekommen ist.</p>
<p>Oder ist er nur ein Bauernopfer &#8211; <em>Die Macht</em> braucht etwas Ablenkung vom Finanzdesaster und vom Geheimdienstdesaster? Da hetzt man eben mal die Medienmeute auf den Wulff, weil der sich eine passende Blöße gegeben hat.</p>
<p><strong>Achtet auf den Unterschied in den Dimensionen</strong>: Wulffs peinliche, aber marginale Sünden einerseits, die Ungeheuerlichkeit des Verfassungsschutzskandals sowie das die Grundfesten erschütternde Fiasko der Finanzmärkte mit den noch unabsehbaren Folgen.</p>
<p>Dieser Unterschied in der Dimension erlaubt es mir nicht, hier mit einer harmlosen Erklärung zu operieren, etwa der, dass unsere Medien eben mal ihre übliche Arbeit tun, nämlich einen Skandal ausschlachten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>MigrationsNews 2012, 2. Woche: u. a. über eine Sarrazin-Entgiftung, Blackfacing, Parallelgesellschaft, einen Lubawitscher, den Terroristen Arid U.</title>
		<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/01/15/migrationsnews-2012-2-woche-u-a-uber-eine-sarrazin-entgiftung-blackfacing-parallelgesellschaft-einen-lubawitscher-den-terroristen-arid-u/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 16:12:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burka-Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[MigraNews]]></category>
		<category><![CDATA[Parallelgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspopulismus]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Türken]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arid U.]]></category>
		<category><![CDATA[Blackfacing]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Ude]]></category>
		<category><![CDATA[Firdaus-Center]]></category>
		<category><![CDATA[Lubawitscher]]></category>
		<category><![CDATA[Sarrazin]]></category>
		<category><![CDATA[Shlomo Bistritzky]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://initiativgruppe.wordpress.com/?p=7793</guid>
		<description><![CDATA[Versuch einer  Sarrazin-Entgiftungs-Aktion
Ein Fall von "Blackfacing"
"Hier dürfen nur Muslime Geschäfte machen"
Ein Extremist wird Landesrabbi in Hamburg
Ist Arid U. ein Islamist?
Wo bleiben die Männer?
Der Münchner OB besucht die Türkei<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7793&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgewählte Migrations-Nachrichten der <em>zweiten</em> Kalenderwoche des Jahres 2012.</p>
<ol>
<li>Versuch einer  Sarrazin-Entgiftungs-Aktion</li>
<li>Ein Fall von &#8222;Blackfacing&#8220;</li>
<li>&#8222;Hier dürfen nur Muslime Geschäfte machen&#8220;</li>
<li>Ein Extremist wird Landesrabbi in Hamburg</li>
<li>Ist Arid U. ein Islamist?</li>
<li>Wo bleiben die Männer?</li>
<li>Der Münchner OB besucht die Türkei</li>
</ol>
<p><strong><span id="more-7793"></span>1</strong></p>
<p><strong>Das Sarrazin-Buch-Kunstprojekt der Biennale: eine Entgiftung?</strong></p>
<p>60.000 von den ca. 1,5 Millionen verkauften Sarrazinbüchern will Martin Zet einsammeln und zu einer Installation bei der 7. Biennale in Berlin verwenden &#8211; und dann &#8222;recyceln&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Im Land der Mülltrenner und -sammler liest und diskutiert man keine Bücher, die man nicht mag, man recycelt sie. Argumente zu Sammelstellen. Natürlich muss man Rassismus bekämpfen, und natürlich muss man nicht mit jedem Deppen diskutieren. Man muss auch nicht mit Sarrazin diskutieren, über ihn aber vielleicht schon. Und wenn man dann die Denkstruktur der Rassisten von früher im Namen des Antirassismus mobilisiert, wird es ganz schlimm. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Will man Sarrazins Bücher also nun verbrennen? Selbstverständlich nicht. Man wird sie recyceln, umweltfreundlich, und damit das eigene gute Gewissen düngen, auf dass es viele Früchte trägt. In einem Land, in dem man vor gar nicht so langer Zeit Bücher verbrannt hat, wächst in manchen Köpfen aber offenkundig immer noch vor allem viel Unkraut.</span></p></blockquote>
<p>(Rüdiger Suchslang bei <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/151209" target="_blank">telepolis</a>)</p>
<p>Auch die <a href="http://www.taz.de/Kunstaktion-der-Berlin-Biennale/!85621/" target="_blank">taz</a> hat dazu einen &#8222;vernichtenden&#8220; Kommentar.</p>
<p>Ich behalt mir mein Sarrazin-Exemplar &#8211; ich brauch es noch. So wie mein Exemplar von &#8222;Mein Kampf&#8220;.</p>
<p><strong>2</strong></p>
<p><strong>Darf man einen Weißen &#8211; kunstvoll schwarz geschminkt &#8211; als Schwarzen auf die Theaterbühne bringen?</strong></p>
<p>Also nochmal zum Thema Kunst und Rassismus.</p>
<p>Ein Berliner Theater führt &#8222;Ich bin nicht Rappaport&#8220; von Herb Gardner auf; zwei 80jährige, einer weiß, einer schwarz, können miteinander. Die Theaterleitung teilt mit, sie habe für die Besetzung des Afroamerikaners keinen geeigneten schwarzen Schauspieler gefunden und darum einen Deutschen gewählt.</p>
<p>&#8222;Blackfacing&#8220;? Rassismus? Manche</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">erkennen eine Traditionslinie bis zu den &#8222;Minstrel Shows&#8220; des 19. Jahrhunderts, bei denen in den USA schwarz angemalte Schauspieler zur Belustigung des Publikums den naiven bis debilen &#8222;Neger&#8220; gaben. &#8230; </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Sheila Mysorekar von der Initiative Schwarze Deutsche (ISD) erkennt in der Haltung des Schlossparktheaters &#8222;völlige Ignoranz betreffs rassistischer Traditionen und ihres historischen Kontextes&#8220;. Im Fernsehen etwa träten genug afrodeutsche Schauspieler auf. Wenn das Theater erkläre, es gäbe nicht genug Rollen für schwarze Schauspieler, um sie permanent zu engagieren, halte es die Theaterleitung offenbar für unmöglich, Rollen wie Hamlet oder Maria Stuart mit Afrodeutschen zu besetzen. &#8222;Aber wer weiß &#8211; vielleicht möchten sie die schwarzen Schauspieler mit weißer Farbe anmalen, und dann geht es.&#8220;</span></p></blockquote>
<p><a href="http://www.taz.de/Streit-um-Theaterstueck/!85230/" target="_blank">taz</a></p>
<p>Ich hätte nichts dagegen, wenn man in Nigeria den Hamlet weiß schminkt.  &#8211; In solchen Dingen bin ich nicht empfindlich. Ich muss einen SCHADEN sehen, um empfindlich zu werden.</p>
<p>Ein weiterer Bericht über den Vorfall ist in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/rassismus-vorwuerfe-gegen-hallervorden-schwarze-anmalen-verboten-1.1253791" target="_blank">Süddeutschen Zeitung</a> zu lesen.</p>
<p><strong>3</strong></p>
<p><strong>&#8222;Hier dürfen nur Muslime Geschäfte machen.&#8220;</strong></p>
<p>In Hamburg, Stadtteil Harburg, so berichtet die <a href="http://www.taz.de/Integration/!85640/" target="_blank">taz</a>,</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">will eine muslimische Unternehmerin ein rein islamisches Einkaufszentrum eröffnen. Der Aufreger ist ein Aushang in einem ansonsten verhängten Schaufenster der geplanten Passage: Darauf sucht eine Frau Abdi ausdrücklich &#8222;islamische Unternehmen&#8220; für ein &#8222;Firdaus-Center&#8220;, laut Eigenwerbung das &#8222;erste islamische Center in Hamburg&#8220;.</span></p></blockquote>
<p>Die Aufregung ist groß:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Für die Harburger CDU-Bezirksfraktion ist das Vorgehen der Frau Abdi &#8222;eindeutig Abgrenzung&#8220;. genau solche Parallelgesellschaften wolle man ja vermeiden. Den Aushang hält der Fraktionsvorsitzende Ralf Dieter Fischer für &#8222;am Rande der Legalität&#8220;. Sein Kollege von der SPD, Jürgen Heimath, wittert gar einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Auf jeden Fall widersprächen Angebote wie dieses auch in seinen Augen den &#8222;Bemühungen dieser Gesellschaft um Integration aller&#8220;.</span></p></blockquote>
<p>Wirklich? Frau Abdi, so erfährt man, wirbt stark für die Burka und generell für strengst-mögliche islamische Kleidung, wie sie sie in ihrem eigenen Geschäft verkauft. Wenn es dafür einen Markt gibt, gibt es dagegen keine Handhabe:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Die Verantwortlichen des Bezirksamtes Harburg können dem Treiben nur tatenlos zusehen. Der zuständige Wirtschafts- und Baudezernent Joerg Penner (SPD) findet zwar, dass es &#8222;sympathischere Vorhaben&#8220; gebe als die geplante Ladenzeile, die nicht zur Integration beitrage. Letztlich sei das aber keine Frage des Gewerberechts. Und so habe der Bezirk auch keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Da müssten schon potentielle Mietinteressenten, die nicht zum Zuge kämen, auf Gleichbehandlung klagen.</span></p></blockquote>
<p>Die taz hat auch einen <a href="http://www.taz.de/Kommentar-muslimisches-Gewerbecenter/!85642/" target="_blank">Kommentar</a> dazu.</p>
<p><strong>4</strong></p>
<p><strong>Ein Lubawitscher wird Landesrabbi in Hamburg</strong></p>
<p>Religiösen Extremismus gibt es auch bei den Juden in Deutschland. Auch das findet sich in der <a href="http://www.taz.de/Religioese-auf-dem-Vormarsch/!85639/" target="_blank">taz</a>.</p>
<p>Shlomo Bistritzky wird am Montag neuer Landesrabbiner der Jüdischen Gemeinde in Hamburg. Er gehört der religiös-orthodoxen Chabad-Bewegung an.</p>
<p>Chabad und die Frauen, zum Beispiel:</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">&#8222;Die Frau heißt im Judentum ,Akeret Habait&#8217;. Sie ist der wichtigste Teil des Hauses (Ikar), und sie nimmt einen bedeutenden Platz in der Familie ein.&#8220; Dazu passt, dass Chabad offen dafür wirbt, dass verheiratete Frauen eine Perücke, den sogenannten &#8222;Schaitel&#8220; tragen: Sie sollen schön sein, sicher &#8211; ihre wahre Schönheit soll sich aber nur ihren Männern zeigen.</span></p></blockquote>
<p>Mir kommt das bekannt vor &#8230;</p>
<p><strong>5</strong></p>
<p><strong>Ist Arid U. ein Islamist?</strong></p>
<p>Er ist kosovarischer Muslim und hat zwei US-Soldaten auf dem Frankfurter Flughafen erschossen. Am 19. Januar kommt das Urteil.</p>
<p>Die Bundesanwaltschaft möchte Arid U.  wegen Doppelmordes nicht nur zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt sehen, sondern darüber hinaus die &#8222;besondere Schwere der Schuld&#8220; feststellen.  Das würde eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren so gut wie ausschließen.</p>
<p>Es war das erste islamistisch motivierte (&#8222;erfolgreiche&#8220;) Attentat in Deutschland. Man fand einschlägiges Material beim Täter &#8211; musste allerdings feststellen, dass er keinerlei Kontakt zu irgend einer Terrorgruppe hatte.</p>
<p>Die Propaganda der virtuellen Internetwelt hat Arid U. radikalisiert und zum Gewalttäter gemacht.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">Bereits am ersten Prozesstag im Sommer des vergangenen Jahres hatte er die Tat gestanden. &#8222;Ich habe an dem Tag geglaubt, dass ich das tun muss&#8220;, erklärte er damals mit stockender Stimme. &#8222;Ich verstehe heute selber nicht mehr, wie es so weit kommen konnte.&#8220; </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Arid U.s Rechtsanwältin sagte in ihrem Plädoyer, ihr Mandant sei kein islamistischer Terrorist, sondern ein &#8222;junger Mensch, der Amok gelaufen ist&#8220;. Das Propagandavideo mit der Vergewaltigungsszene habe bei Arid U. auch deshalb so gewirkt, weil dieser selbst als Kind Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden sei. &#8222;Er bereut aus tiefstem Herzen&#8220;, sagte sie und forderte, nicht die besondere Schwere der Schuld festzustellen.</span></p>
<p><a href="http://www.taz.de/Plaedoyer-gegen-Flughafenattentaeter/!85251/" target="_blank">taz</a></p></blockquote>
<p><strong>6</strong></p>
<p><strong>Wo bleiben die Männer?</strong></p>
<p>Ein ebenso schönes wie typisches Beispiel für gelingende Integrationsarbeit findet man in der bayerischen Kleinstadt Geretsried.</p>
<p>Das dortige türkisch-islamische Zentrum hat Brigitte Graf, 71, gebeten, dort für die Frauen Deutschunterricht zu geben &#8211; ehrenamtlich. Das tut sie nun auch, und mit offensichtlichem Vergnügen und mit Erfolg.</p>
<blockquote><p><span style="color:#000000;">&#8222;Wir machen uns Kaffee und jede Teilnehmerin bringt eine Kleinigkeit zum Essen mit.&#8220; </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Auch ihr selbst bringe der Deutschkurs neue Erfahrungen und bereite ihr Spaß. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">&#8222;Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Alter noch einmal eine so schöne Aufgabe bekomme&#8220;, sagt sie.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"> Obwohl sie anfangs durchaus Berührungsängste gehabt habe. &#8222;Ich bin ja stockkatholisch.&#8220; </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Der Islam, diese fremde Religion, habe ihr unterschwellig Unbehagen bereitet. Das ist inzwischen verschwunden und hat sich in Interesse und auch Sympathie verwandelt.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">&#8222;Ich lerne sehr viel Neues über den Koran und die türkische Kultur.&#8220; </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Und die Lehrerin gesteht, sogar großen Respekt für die Frauen zu empfinden, die ihren Männern in ein vollkommen fremdes Land gefolgt sind, hart arbeiten und dennoch bis heute nicht richtig in der neuen Gesellschaft angekommen sind, weil sie die deutsche Sprache nicht beherrschen. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Die, die zu Grafs Kurs kommen, wollen das ändern. &#8222;Sie sind so fleißig und bemühen sich sehr&#8220;, lobt die Lehrerin.</span></p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/geretsried-fit-fuer-den-alltag-1.1253003" target="_blank"><span style="color:#000000;">Süddeutsche Zeitung</span></a></p></blockquote>
<p>Von Frauen. Für Frauen. Vorbildlich. Auch die Rückwirkung &#8211; wie man Vorurteile überwindet durch reale Begegnung.</p>
<p>Die Männer sind das größere Integrationsproblem. Ihr Anteil an den Deutschkursteilnehmern liegt unter einem Drittel. Wer macht was für die Männer? Und was könnte, müsste man da machen?</p>
<p><strong>7</strong></p>
<p><strong>Der Münchner Oberbürgermeister besucht die Türkei</strong></p>
<p>Wie fast jedes Jahr. Er trifft in Istanbul die &#8222;andere&#8220;, die moderne Türkei, die Studenten, oder den Bezirksbürgermeister von Sisli, Sarigül, Udes bevorzugtem türkischen Gesprächspartner. Er stärkt ihnen den Rücken &#8230;</p>
<p>Er ist auch Ehrenbürger der kleinen Stadt Pülümir. Sein Buch mit seinen gesammelten Türkeierlebnissen gibt es nur auf Türkisch: <em>Kirmizi Köprüde Kurtlari Beklerlen</em> („Wie ich in Kirmizi Köprüde auf die Wölfe wartete“) verkauft sich gut in der Türkei.</p>
<p><a href="http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/obude-gast-tuerkei-istanbul-sucht-mm-1555352.html" target="_blank">Merkur Online</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/initiativgruppe.wordpress.com/7793/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/initiativgruppe.wordpress.com/7793/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/initiativgruppe.wordpress.com/7793/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/initiativgruppe.wordpress.com/7793/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/initiativgruppe.wordpress.com/7793/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/initiativgruppe.wordpress.com/7793/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/initiativgruppe.wordpress.com/7793/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/initiativgruppe.wordpress.com/7793/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/initiativgruppe.wordpress.com/7793/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/initiativgruppe.wordpress.com/7793/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/initiativgruppe.wordpress.com/7793/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/initiativgruppe.wordpress.com/7793/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/initiativgruppe.wordpress.com/7793/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/initiativgruppe.wordpress.com/7793/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=initiativgruppe.wordpress.com&amp;blog=9364914&amp;post=7793&amp;subd=initiativgruppe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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