München, 13. November: Polizeieinsatz in der Kritik

Fortsetzung von
13. November: 100 Nazis, 1000 Polizisten, 3000 Bürger für ein buntes München

In der  Süddeutsche Zeitung von heute berichten Dominik Hutter und Susi Wimmer im Münchner Teil ausführlich und gut über die Geschehnisse vom Samstag. Leider aber nicht online. Ich fasse die SZ-Informationen zusammen:

Die Titel und Untertitel:

2000 Polizisten beschützen 120 Neonazis. Der “Heldengedenk”-Marsch der Rechtsradikalen verlief kurz und kläglich, die Gegendemonstranten waren weit in der Überzahl

Brauner Zug durch leere Straßen. Tausende Polizisten schirmen die Demonstration von rund 100 Rechtsradikalen durch München ab – denen schlägt bürgerlicher und nicht ganz so bürgerlicher Protest entgegen.

Kommentar: Die Dame mit der Trillerpfeife

Dazu gibt’s ein großes Foto, das die Perversität des Ereignisses einfängt:

Zunächst muss man sich vorstellen, wie das klägliche Nazihäufchen auf dem ganzen Weg von einer massiven Mauer, gebildet von mehreren hundert vollgerüsteten Polizisten eingehegt wird.

Man sieht dann auf dem Foto bildbeherrschend von rechts vorn bis links hinten diese Doppelreihe der behelmten, in grauer bauschiger Schutzkleidung marschierende Polizei, im linken Winkel des Fotos einen einzelnen kleinen von dieser Polizeimacht geschützen Nazi, in Zivil und mit einer Bayernfahne, die einen ganz kleinen Schatten auf den Asphalt wirft.

Einige Zahlen:

  • knapp 120 Nazis
  • an die 2000 Polizisten
  • etwa 4000 Bürger, die gegen die Nazis demonstrieren
  • etwa 400 “gewaltbereite” (?)Autonome
  • 26 kurzzeitig Festgenommene (Autonome wohl)
  • 25 Anzeigen

Einschätzung der Polizei:

Sie ist insgesamt mit dem Verlauf des “doch recht komplexen Demonstrationstags” zufrieden.

Der Einsatzleiter, Polizei-Vizepräsident Robert Kopp: Man habe den Auftrag umsichtig erledigt. Die Masse der Bürger habe ihren Protest friedlich vorgebracht. Unter die Demonstranten hätten sich aber auch rund 400 Autonome gemischt, da sei schon auch ein Gewaltpotential vorhanden gewesen.

Einschätzung von Stadtrat Sigi Benker:

Die Ordnungskräfte hätten mit ihren großräumigen Absperrungen im Lehel eine “protestfreie Zone” geschaffen und somit den Grundsatz der Neutralität verlassen. Neonazis hätten keinen Anspruch darauf, dass jeglicher Protest von ihnen ferngehalten werde.

(SZ) Was die Polizei da macht, ist absolut nicht in Ordnung, befand Siegfried Benker, der Fraktionssprecher der Grünen im Rathaus, der ebenfalls am Betreten der Sperrzone gehindert wurde. Es gebe keinen Grund für eine derart großräumige Absperrung, bei der die Gegendemonstranten die Neonazis nicht einmal mehr zu Gesicht bekämen.

Einschätzung von Annette Ramelsberger (SZ-Kommentar):

… überall, wo das Häufchen auftauchte, erfuhr es, was die Münchner voh ihm hielten: nämlich nichts.

Es gibt Tage, an denen man sehr zufrieden sein kann, in einer Stadt wie München zu leben …

Verwunderlich sei der Aufmarsch von fast 2000 Polizisten:

Der Einsatz der Polizei wirkte nicht nur überdimensioniert, er wirkte auch in einer Weise martialisch, der dem größtenteils bürgerlichen Protest nicht angemessen war. So, als wollte man den Rechtsradikalen ersparen, allzugenau zu hören, was ihnen die Münchner entgegenriefen. Als Polizisten auch noch auf die Frage von Passanten, was hier ablaufe, antworteten “Heldengedenken”, war das mehr als peinlich.

Einschätzung einiger Bewohner des abgesperrten Lehels:

Sie zeigten lautstark ihren Unmut über die Einschränkung der Bewegungsfreiheit, beschimpften Polizisten, deren Reaktion nicht immer gerade kompetent wirkte. (Das ist auch meine eigene Erfahrung. Die Polizisten haben nur gewusst, dass sie niemand durchlassen sollten.)

Einschätzung von Karl Richter, dem Neonazi im Stadtrat in München:

(SZ) Auf der provisorischen Bühne stand Stadtrat Karl Richter von der Bürgerinitiative Ausländerstopp und bekennender Rechtsradikaler, und beschimpfte die Bürger als “Hirnamputierte”, lästerte über “Dachau und Max Mannheimer” und sagte dann seinen durchwegs jungen Zuhörern, sie sollten beim Gedenkmarsch für “Ruhm und Ehre der deutschen Soldaten” ihren Kaugummi aus dem nund und die Hände aus den Hosentaschen nehmen.

Gewaltereignisse (Autonome – Polizei, Polizei – Autonome):

  • Kopp: Wir haben Einhand-Messer, Baseballschläger, eine Eisenstange und ein Reizgasspray sichergestellt.”
  • Bei der Auftaktkundgebung am Isartor: Ein Böller fliegt über die Polizeireihe hinweg und landet zwischen den Beinen der Rechtsradikalen.
  • An der Staatskanzlei: Eine Glasflasche trifft eine Polizistin und verletzt sie leicht am Kopf.
  • Prellungen bei einigen Autonomen.
  • Nicht in der SZ erwähnt: Der vermutlich unnötige Reizgaseinsatz der Polizei auf den letzten Metern vor der Staatskanzlei. (Siehe meinen ersten Bericht.)

Wahrscheinlich gibt es noch ein paar kleinere Gewaltmomente, die aber das friedliche Gesamtgeschehen nicht wesentlich beeinträchtigt haben.

Wenn am Samstag etwas gewaltsam gewirkt hat, dann war es vor allem das martialische Auftreten der Polizei selber. Auch wenn die behauptet, es sei grade dieses martialische und massive Auftreten, das Gewalt verhindere. – Der Einwand ist bedenkenswert, aber es bleibt die Frage der Balance und Verhältnismäßigkeit, die Gefahr der Überreaktion. Die Ordnungskräfte sollten wahrnehmbar auf der Seite der Bürger stehen. Darum

vier politischen Fragen:

  1. Warum erlaubt das Bayerische Oberlandesgericht einen “Heldengedenkmarsch”, der die Opfer des Nationalsozialismus verhöhnt?
  2. Warum schützt die Polizei den Nazimarsch, aber nicht in gleicher Weise die ebenfalls genehmigte Mahnwache, die für die meisten, die an ihr teilnehmen wollten, nicht zugänglich war?
  3. Warum geleitet die Polizei den Nazimarsch zurStaatskanzlei um, statt ihn am Haus der Kunst enden zu lassen – mit dem Hinweis darauf, dass die Sitzblockade in der Prinzregentenstraße zu räumen unverhältnismäßig wäre?
  4. Warum schult die Polizei ihre Einsatzkräfte für so einen Einsatz zwar polizeitaktisch, aber nicht bürgerschaftlich – etwa über die Hintergründe des “Heldengedenkmarsches” und die wichtige Aufgabe der Zivilgesellschaft, zu zeigen, was sie davon hält?

Nachtrag: Die AZ fasst die Gewaltaspekte vom Samstag zusammen:

Die festgenommenen linksextremen Gegendemonstranten hatten laut Polizei Flaschen, Obst und Eier in die Richtung der Neonazis und auf Polizisten geworfen. Auch Böller wurden gezündet.

Gegen sie wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollzugsbeamte und Beleidigung ermittelt. Einer, der die Festnahme seines Kumpels verhindern wollte, kassierte eine Anzeige wegen versuchter Gefangenenbefreiung. Der Neonazi wurde festgenommen, weil er einem Polizisten „Sieg Heil“ entgegen schmetterte. Außerdem gab’s auf beiden Seiten noch zwölf Ordungswidrigkeiten wegen kleinerer Verstöße. Zwei Polizisten und eine Polizistin wurden bei dem Gerangel leicht verletzt.

Abends rief noch eine Wirtin aus der Richard-Strauss-Straße die Polizei, weil sich 30 aggressive Neonazis in ihrer Wirtschaft getroffen hatten.

Hier der Bericht der tz. Mit guten Fotos.

BILD München ärgert sich über die hohen Kosten, die dieser närrische “Heldengedenkmarsch” dem Steuerzahler verursacht und fordert das Oberlandesgericht auf, künftig solchen Unfug nicht mehr zuzulassen.

17 Antworten

  1. Lasst die Neonazis doch einfach demonstrieren. Wenn sich niemand dafür interessiert und die linken Steinewerfer zuhause bleiben, bräuchte es auch keine 2000 Polizisten und die Stadt würde eine Menge Geld sparen. Die große Mehrheit der Bürger ordnet so eine Demo schon richtig ein…

    Aber scheinbar will sich auch mancher “Normalbürger” endlich mal moralisch gut fühlen können und “demonstriert” deshalb, polizeilich sicher abgeschirmt, gegen ein paar Glatzen. Dabei gäbe es weitaus wichtigere Themen, etwa Stuttgart 21, Hartz IV, Gesundheits”reform” u.v.m.

  2. In Deutschland sind derzeit einige dabei, die die Lehren der Vergangenheit gern vergessen möchten … Es ist schon wichtig, dass wir klar machen: München ist bunt. Zur Münchner Vielfalt gehören auch die Münchner Muslime.

    Du distanzierst dich von den Nazis. Schön. Aber jeder generalisierte Hetzangriff auf Minderheiten wiederholt den Hetzangriff der Antisemiten auf die Juden, der ein Markenzeichen des Nationalsozialismus ist, wenn auch der Antisemitismus weit über die Anhänger der Nazis hinaus gang und gäbe war unter den ganz normalen Bürgern und Nichtnazis.

    “München ist bunt” ist ein Bündnis aller, die sich wehren dagegen, dass man wieder an die volksverhetzende Tradition anknüpft, wie sie im Antisemitismus historisch zum Ausdruck gekommen ist.

    Soll nur das hetzerische Deutschland eines Sarrazin öffentlich sichtbar sein? – Auch das konstruktive, urbane, international gesinnte, menschlich offene, auch für das Fremde offene Deutschland hat ein Gesicht.

    Die Migranten, die in Deutschland leben, sollen sehen: Da gibt es viele Leute, die stehen auf eurer Seite, und sie zeigen es auch.

  3. “In Deutschland sind derzeit einige dabei, die die Lehren der Vergangenheit gern vergessen möchten …”

    Wer soll das sein?
    Man braucht bloß den Fernseher einschalten. Auf Phoenix & Co. läuft praktisch jede Woche etwas übers 3. Reich, die Juden und Hitler… *gähn*

    “Es ist schon wichtig, dass wir klar machen: München ist bunt. Zur Münchner Vielfalt gehören auch die Münchner Muslime. ”

    Klar, die machen ja auch den Großteil der Ausländer aus. Daher sage ich ja auch… eher grün statt bunt ;-)

    ““München ist bunt” ist ein Bündnis aller, die sich wehren dagegen, dass man wieder an die volksverhetzende Tradition anknüpft, wie sie im Antisemitismus historisch zum Ausdruck gekommen ist. ”

    In meinen Augen ist das eher ein Zeitvertreib für Möchtegern-Moralisten, die halt auch mal “etwas sagen” und auf der “richtigen Seite” stehen wollen. Dabei ist es keine Kunst, gegen Nazis zu sein. Das ist schließlich beinahe jeder.

    Mehr Mut erfordert es schon, etwa Flagge gegen die zunehmende Christenverfolgung in islamischen Ländern zu zeigen oder sich offen für Israel einzusetzen. Das kann auch mal wortwörtlich gefährlich werden (man denke an den Fall, wo ein wütender Mob Moslems die Abnahme einer israelischen Flagge durch die Polizei durchgesetzt hat – war in NRW, glaube ich). Na ja, da ist man halt gegen ein paar blöde Nazis, ist ja auch einfacher…

    “Die Migranten, die in Deutschland leben, sollen sehen: Da gibt es viele Leute, die stehen auf eurer Seite, und sie zeigen es auch.”

    Ich denke, die meisten Migranten (wobei du bestimmst wieder nur Moslems meinst) fühlen sich hierzulande durchaus wohl und wissen auch, dass die große Mehrheit gegen rechtschaffende Ausländer, die sich anpassen, nichts einzuwenden hat.

  4. “Klar, die machen ja auch den Großteil der Ausländer aus. Daher sage ich ja auch… eher grün statt bunt ”

    80 000 Muslime von über 300 000 Ausländern in München sind also der Großteil?

    “Dabei ist es keine Kunst, gegen Nazis zu sein. Das ist schließlich beinahe jeder.”

    Im Gegensatz zu Ihnen gehen die Leute dafür aber auf die Straße.

    “Mehr Mut erfordert es schon, etwa Flagge gegen die zunehmende Christenverfolgung in islamischen Ländern zu zeigen”

    Beides erfordert Mut, ob mehr oder weniger ist dabei sehr relativ. Wer sich in Deutschland z.B. gegen die Hetze gegen Muslimen einsetzt bekommt regelmäßig Hetzbriefe (bis zu Todesdrohungen). Besonders wer dies in vielgelesenen Quellen macht.

    “Ich denke, die meisten Migranten (wobei du bestimmst wieder nur Moslems meinst) fühlen sich hierzulande durchaus wohl und wissen auch, dass die große Mehrheit gegen rechtschaffende Ausländer, die sich anpassen, nichts einzuwenden hat.”

    Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, war die Demo nicht gegen Menschen dieser Mehrheit gerichtet sondern wurde mit ihnen veranstaltet.

  5. Ich: “Es ist schon wichtig, dass wir klar machen: München ist bunt. Zur Münchner Vielfalt gehören auch die Münchner Muslime. ”

    Reporter: Klar, die machen ja auch den Großteil der Ausländer aus. Daher sage ich ja auch… eher grün statt bunt.

    Ich: Es gibt in München etwas über 300 000 Ausländer, Personen ohne deutschen Pass. Insgesamt haben 450 000 Einwohner Münchens Migrationserfahrung. – Insgesamt gibt es in München – genau ist die Zahl nicht erforscht – ca. 80 000 bis maximal 100 000 Muslime. Darunter sicher viele, die nur nominell Muslime sind, und viele weitere, die auf “liberale” Weise gläubig sind. Ich schätze mal, dass es in München wohl etwa 40 000 bis 50 000 traditionell gläubige Muslime gibt, die nach Möglichkeit das Freitagsgebet in der Moschee aufsuchen, im Ramadan streng fasten, auf Schweinefleisch und Alkohol konsequent verzichten, auch nach Möglichkeit die gebotenen fünf Gebete sprechen und Wert darauf legen, einmal oder öfters nach Mekka zu pilgern. — Meine Schätzung.

    40 – 50 000: Das macht ca. 10 Prozent der Menschen mit Migrationserfahrung in München aus. Ca. 3-4% der Bevölkerung in München.

    Von wegen “Großteil”. Was sagst du zu diesen Zahlen, Reporter?

    Ich kann keine Gefahr sehen in diesen 4%. Aber Hysterie und Paranoia bei denen, die sie für gefährlich halten.

    Da ich viele von diesen Muslimen kenne und gemerkt habe, dass sie gute Bürger sind, im Durchschnitt eher fleißiger, anständiger, gesetzestreuer, hilfsbereiter, verlässlicher, bescheidener, habe ich ein positives Bild vom Islam entwickelt. Auch wenn ich mich über ein paar Punkte schon streiten kann — wie Meryem, die hier auch öfters mitdiskutiert und als Shiitin ein sehr schönes Blog betreibt, bezeugen kann.

    Das Geheimnis: Die Leute persönlich kennen lernen und ihnen dabei freundlich entgegenkommen – dann öffnen sich die Türen, die Fenster, beide Seiten lernen sich schätzen … und irgendwie entwickelt sich die Integration, und zwar auf beiden Seiten.

    Ein für mich sehr wertvoller Beitrag der gläubigen Muslime in Deutschland: Sie haben eine gewisse Distanz gegenüber dem extremen Materialismus und maßlosen Individualismus, der unsere Kultur heute prägt. Für sie gibt es – wie für mich auch – etwas, das Höher ist als das eigene Ego mit seinen heißen Bedürfnissen. Es wäre gut, wenn wir mehr solche Menschen in Deutschland hätten. Der Prozess der Anpassung der Muslime an ihre deutsche Umgebung führt leider auch dazu, dass immer mehr Muslime etwas von dieser Qualität verlieren.

    Nachtrag: Hallo KM, du warst wieder mal schneller als ich … Trotzdem danke!

  6. ““Dabei ist es keine Kunst, gegen Nazis zu sein. Das ist schließlich beinahe jeder.”

    Im Gegensatz zu Ihnen gehen die Leute dafür aber auf die Straße.”

    Ich habe sicher besseres zu tun, als irgendwo den Gutmensch raushängen zu lassen. Würde man nicht jedes Mal so ein Aufhebens um diese paar Neonazis machen, würde von denen kaum einer sprechen.

    ““Mehr Mut erfordert es schon, etwa Flagge gegen die zunehmende Christenverfolgung in islamischen Ländern zu zeigen”

    Beides erfordert Mut, ob mehr oder weniger ist dabei sehr relativ. Wer sich in Deutschland z.B. gegen die Hetze gegen Muslimen einsetzt bekommt regelmäßig Hetzbriefe (bis zu Todesdrohungen). Besonders wer dies in vielgelesenen Quellen macht.”

    Selten so gelacht! Nur weil das mal diese eine Türkin im TV behauptet hat (ich habe die Sendung gesehen), glaubst du das natürlich.

    Und selbst wenn… vereinzelte Idioten gibt es überall.
    Wenn ich morgen in Berlin, Hamburg oder auch in NRW eine pro-israelische Demo abhalten würde, was glaubst du, was DANN erst passieren würde? Und das du auf die zunehemende Christenverfolgung nicht eingehst, spricht Bände. Da müsste man den Islam ja auch kritischer sehen. Aber so lange es nur “dumme Christen” irgendwo erwischt, wen kümmert’s? Hauptsache, WIR haben Religionsfreiheit… so denkst du und dieser IG doch. Gebt es ruhig zu.

  7. So eine distanzlose “Affenliebe” zum Fremden ist mehr sehr suspekt.

    Gegen “extremen Materialismus” mag eine rückwärtsgewandte Religion ja durchaus helfen, aber zu welchem Preis? Dann lieber doch den neuen TV kaufen.

    Tschüss zusammen…

  8. “Ich habe sicher besseres zu tun, als irgendwo den Gutmensch raushängen zu lassen. Würde man nicht jedes Mal so ein Aufhebens um diese paar Neonazis machen, würde von denen kaum einer sprechen.”

    Ist schon doof, wenn man auf der Naziseite mitmarschiert und die Demokratie sich wehrt, nicht?

    “Selten so gelacht! Nur weil das mal diese eine Türkin im TV behauptet hat (ich habe die Sendung gesehen), glaubst du das natürlich.”

    Welche Türkin? Dazu findet man regelmäßig was, hier ist nur das neueste Beispiel

    http://kruppzeuch.wordpress.com/2010/11/12/stimmen-aus-dem-deutschen-untergrund/

    “Und selbst wenn… vereinzelte Idioten gibt es überall.”

    Ach, hier sind es nur vereinzelte Idioten? Aber sonst sind Sie im Verallgemeinern ganz große Klasse.

    “Wenn ich morgen in Berlin, Hamburg oder auch in NRW eine pro-israelische Demo abhalten würde, was glaubst du, was DANN erst passieren würde?”

    Das kann ich Ihnen sagen. Die Demo würde von der Polizei aufgelöst werden, weil sie nämlich 48 Stunden vorher angemeldet werden muss.

    “Und das du auf die zunehemende Christenverfolgung nicht eingehst, spricht Bände. Da müsste man den Islam ja auch kritischer sehen. Aber so lange es nur “dumme Christen” irgendwo erwischt, wen kümmert’s?”

    Weil es nur eine Strohmanndiskussion ist. Wir reden von den Muslimen in Deutschland und Sie führen hier an, dass Christen in islamischen Ländern verfolgt werden. Dann erklären Sie mal, was genau das mit den Muslimen in Deutschland zu tun hat. Ich bezweifle, dass Sie das können werden. Sie haben bisher auch nicht erklären können, warum es so viele verschiedene Arten des Islam gibt, obwohl Sie immer von “dem Islam” sprechen.

    “Hauptsache, WIR haben Religionsfreiheit… so denkst du und dieser IG doch. Gebt es ruhig zu.”

    Wir stehen halt zum Grundgesetz und dort ist die Religionsfreiheit festgeschrieben. Scheinbar tun Sie das nicht. Hier im Blog gab es schön öfters Schreiberlinge in den Kommentaren, die sich nicht für die Grundwerte unserer Demokratie interessiert haben, also nichts Neues.

    “So eine distanzlose “Affenliebe” zum Fremden ist mehr sehr suspekt.”

    Ist bei Nazis, wie Ihnen, halt so.

  9. “Selten so gelacht!”

    Klasse Antworten, KM.

    Da bleibt mir nur das Lachen über unseren maskierten PI-Mann. “Gutmenschen” seien wir – der PI-Jargon verrät ihn.

  10. Haha… ich wusste es! KM muss Dreck werfen. Er kann halt nicht anders. Was für ein armer Wicht.

    Na klar seid ihr Gutmenschen. Gutmenschen sind die wahren Nazis 2.0…

    Moslems hofieren, aber für verfolgte Christen kein Wort des Bedauerns übrig haben! Auch die Juden sind euch scheissegal, wenn in Berlin ihre Einrichtungen bewacht werden müssen (wegen euren Freunden!). Von wegen Strohmanndiskussion. Ihr seid so widerwärtig und voller Doppelmoral, ich könnte kotzen. Bevor ich’s tu und mich noch zu Schimpfwörtern hinreissen lasse, hau ich besser wirklich ab.

    “Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.”
    (Ignacio Silone)

    sign_off

  11. Reporter,

    statt zu hetzen verteidigen wie diejenigen, gegen die gehetzt wird. In einem Land wie Ägypten wären wir muslimischen Gutmenschen, die die christlichen Kopten verteidigen und die sich dann von Leuten wie du es bist vorwerfen lassen müssten, wir würden nichts gegen die Unterdrückung der Muslime in Europa sagen.

    Faschisten sind Hasser. Ausgrenzer. Gehen auf Minderheiten los, die sie für schuldig an der Not halten …

    Ich würde nicht so weit gehen und dich für einen Nazi halten, weil für mich ein Nazi immer auch ein Antisemit ist – und das bist du sicher nicht. Auch würde ich sagen, Nazis stehen gegen Demokratie, und dafür sehe ich im Moment keinen Grund, es dir vorzuwerfen.

    Aber es gibt in dem einen Punkt, der Hetze gegen eine Minderheit, eine substanzielle Verwandtschaft zu dem, wofür Nazismus steht: das Höhnen gegen Minderheiten, das Ausgrenzen, letztlich die Bereitschaft, in dieser Hinsicht auch über die Grenzen der Verfassung hinauszugehen, um diese angeblich gefährliche Minderheit loszuwerden. Da liegt eine gewisse Verwandtschaft. Deine fiese Annahme (in einem Kommentar von dir unter einem anderen Artikel), Muslimas mit Kopftuch würden sich die Haare nicht waschen, deutet das an.

    Es hätte mich interessiert, ob du meine Zahlen für München (siehe weiter oben!) in Zweifel ziehst. Ich hab das gefragt, aber – nun ja, warum auch immer – du gibst auf diese einfache Frage keine Antwort. Obwohl sie einen wesentlichen Punkt deiner Argumentation betrifft. Vielleicht könntest du die Antwort doch noch nachliefern.

  12. “Haha… ich wusste es! KM muss Dreck werfen. Er kann halt nicht anders. Was für ein armer Wicht. Na klar seid ihr Gutmenschen. Gutmenschen sind die wahren Nazis 2.0…”

    Wenn wir die Gutmenschen sind, dann kommt doch nichts anderes für Sie in Frage. Ich habe nichts gegen Leute wie Sie. Wir leben aber in einem Land in dem ich meine Meinung frei äußern kann. Und wenn es darum geht, Ihnen den Spiegel vorzuhalten, dann mache ich es. Ob Ihnen das nun gefällt oder Sie es abstreten, ob Sie sich ändern wollen oder nicht, dass liegt letztendlich bei Ihnen. Sie hingegen wollen bestimmte Menschen hier nicht , seien es Muslime, seien es sogenannte Gutmenschen (wer das ist, hängt von Ihrer Laune ab).

    “Auch die Juden sind euch scheissegal, wenn in Berlin ihre Einrichtungen bewacht werden müssen (wegen euren Freunden!).”

    Die Pseudo-Judenphilie ala PI ist nichts weiter als eine Art des neuen Antisemitismus. Schaut her, wir sind die wahren Judenfreunde, wir können daher keine Fremdenfeinde sein. Falsch, Sie und Ihre Gesinnungsgenossen seit es, die die Juden dazu missbrauchen, um über andere Hetzen zu dürfen, quasi ein Freifahrtschein. Ihr würdet keine Sekunde zögern, euch die Juden vorzunehmen, wenn es keine schwächeren Gruppen mehr gäbe.

    Sie haben sich bisher auch noch nicht einmal von den zig Hunderttrausenden Toten der westlichen Armeen in den islamischen Ländern distanziert. Warum machen Sie das nicht? Ja, die Toten sind Ihnen egal. Genau so argumentieren Sie.

    “Bevor ich’s tu und mich noch zu Schimpfwörtern hinreissen lasse, hau ich besser wirklich ab.”

    Das sagen Sie jetzt schon seit 4 oder 5 Kommentaren. ist es so schwer für Sie zu gehen? Scheinbar ist der “Drang” sich mitzuteilen zu groß. Auch schön zu sehen, dass Sie auf absolut kein Argument eingegangen sind. Aber das kennt man von den Rechten. Da muss man nämlich nachdenken und das ist anstrengend.

    Fazit: auch hier haben wir wieder viele Punkte der rechten Diskussionsweise gesehen.
    Fordere, sei ungehemmt aggressiv, wirf Nebelkerzen, sei pathetisch, sei Opfer, sei sensibel, lüge, beleidige, diffamiere, verleumde, erfinde, bleibe stets vage und ‚die andan aba auch’.

    http://rechte-jugendbuende.de/?p=360
    Diese Zusammenfassung bringt es perfekt auf den Punkt. :)

  13. Unglaublich. Hatte soeben das Vergnügen, von drei Türken in Neukölln ausgeraubt zu werden. Aber wir sind ja auch nicht unschuldig. Wir geben diesen Jungs keine Perspektiven.

    Ist übrigens nicht wahr.
    Der Ganove bzw. Räuber ist ein PI-Autor, und geraubt wurden nicht Geld und Kamera, geraubt wurde Genovas Identität.

    Ich bin erst einmal drauf reingefallen.
    Nun ja, man lernt dazu.

    Auf exportabel hat derselbe Ganove das Spielchen auch mit meiner Identität getrieben.

    17.11.2010
    Der Blogger.

  14. Erzähl!
    Hier oder auf deinem Blog!

  15. Da gibt es nicht viel zu erzählen. Ich war heute in Neukölln unterwegs und die Jungs haben sich in einer Seitenstraße vor mir aufgebaut, einer hat ein Messer gezückt und mich aus dem PI-Bilderbuch “deutschenfeindlich” beleidigt. Habe ihm dann meine Geldbörse und meine Kamera übergeben müssen. Sehr ärgerlich, da mir bei einem Einbruch ja meine alte Kamera bereits geklaut wurde.

  16. Ich hoffe, du wirst den drei Scheißkerlen bei einer Gegenüberstellung bald wieder begegnen.

    Ulfkotte übernimmt unbesehen in seinem neuesten Meisterwerk die Ente, 90% aller Gefängnisinsassen in Berlin seien Muslime. Mit deinen dreien wären es dann – ulfköttisch geschätzt – 93%.

  17. Einen anderen Aspekt der Parteilichkeit der Polizei wird beim Friedensbündnis thematisiert:
    http://www.muenchner-friedensbuendnis.de/MFB-gg.-Polizeidiffamierung

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